flanieren

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flanieren (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich flaniere
du flanierst
er, sie, es flaniert
Präteritum ich flanierte
Konjunktiv II ich flanierte
Imperativ Singular flaniere!
flanier!
Plural flaniert!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
flaniert haben
Alle weiteren Formen: Flexion:flanieren

Worttrennung:

fla·nie·ren, Präteritum: fla·nier·te, Partizip II: fla·niert

Aussprache:

IPA: [flaˈniːʁən]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild flanieren (Info)
Reime: -iːʁən

Bedeutungen:

[1] langsam, ohne besonderes Ziel umherschlendern

Herkunft:

[1] aus französisch flâner → fr. Das Wort ist seit dem 19. Jahrhundert belegt.[1]

Synonyme:

[1] bummeln, spazieren gehen, schlendern

Beispiele:

[1] „Wenn er, den hellen runden Hut auf den schwarzen Locken zurückgesetzt, die Hände in den Hosentaschen, durch die Straßen flanierte, warfen ihm die Mädchen verliebte Blicke zu.“[2]
[1] „In deutschen und anderen europäischen Städten kann man flanieren: Man schlendert ohne Eile, verweilt hier und da, um etwas genauer zu betrachten.“[3]
[1] „Ich flanierte in der wiederaufgebauten Altstadt, ging in jede Kirche, spazierte im Park.“[4]

Wortbildungen:

Flaneur, Flaniermeile

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „flanieren
[1] canoonet „flanieren
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalflanieren

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „flanieren“.
  2. Thomas Mann: Die Erzählungen. 9. Auflage. 1, Langenscheidt, Frankfurt am Main 1983, ISBN 3-596-21591-9, Seite 9.
  3. Tom Buhrow, Sabine Stamer: Mein Deutschland - dein Deutschland. Rowohlt, Reinbek 2010, Seite 21. ISBN 978-3-498-00657-0.
  4. Katja Petrowskaja: Vielleicht Esther. Geschichten. Suhrkamp, Berlin 2014, ISBN 978-3-518-42404-9, Seite 74.