Flaneur

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Flaneur (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Flaneur

die Flaneure

Genitiv des Flaneurs

der Flaneure

Dativ dem Flaneur

den Flaneuren

Akkusativ den Flaneur

die Flaneure

Worttrennung:

Fla·neur, Plural: Fla·neu·re

Aussprache:

IPA: [flaˈnøːɐ̯]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Flaneur (Info)
Reime: -øːɐ̯

Bedeutungen:

[1] Person, die flaniert, müßig in belebter, attraktiver Umgebung spazieren geht

Herkunft:

von gleichbedeutend französisch flâneur → fr entlehnt[1]

Sinnverwandte Wörter:

[1] Spaziergänger; Bummler, Schlenderer, Müßiggänger

Weibliche Wortformen:

[1] Flaneurin

Beispiele:

[1] „Vor vielen Jahren erwies sich selbst diese geringe Geschwindigkeit noch als zu hoch für einen abendlichen Flaneur.“[2]
[1] „Widerstand gegen die allgegenwärtige Beschleunigung treibt den Flaneur Franz Hessel, schön langsam zu gehen; zunächst seit 1906 in Paris.“[3]
[1] „Selten nur galt palästinensischen Flaneuren ein kurzer erstaunter Blick, mehr Befremden sah ich nie.“[4]
[1] „Die großen Boulevards haben immer dem Flaneur gehört.“[5]
[1] „Während sie gingen, hielt die Mama Ausschau nach bekannten Gesichtern, sie entdeckte aber niemanden unter den Flaneuren, die sich teils unter Schirmen versteckten, obwohl die Herbstsonne kaum durch die Wolken drang.“[6]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Flaneur
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Flaneur
[1] canoonet.eu „Flaneur
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonFlaneur
[1] Duden online „Flaneur

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Stichwort: „Flaneur“
  2. Steffen Möller: Expedition zu den Polen. Eine Reise mit dem Berlin-Warszawa-Express. Malik, München 2012, Seite 130. ISBN 978-3-89029-399-8.
  3. Jörg Plath: Spaziergang in Berlin. Franz Hessel und das Berlin der zwanziger Jahre. In: Konturen. Magazin für Sprache, Literatur und Landschaft. Nummer Heft 1, 1992, Seite 5-14, Zitat Seite 7.
  4. Wolfgang Büscher: Ein Frühling in Jerusalem. Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-87134-784-9, Seite 53.
  5. Pascale Hugues: Deutschland à la française. Rowohlt, Reinbek 2017, ISBN 978-3-498-03032-2, Seite 173. Französisches Original 2017.
  6. Katharina Adler: Ida. Roman. 1. Auflage. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2018, ISBN 978-3-498-00093-6, Seite 102.