fáa

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fáa (Färöisch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Zeitform Person Wortform
Präsens
eg fái
fært
hann, hon, tað fær
vit
tit
teir, tær, tey
tygum
fáa
Imperfekt
eg fekk
fekst
hann, hon, tað fekk
vit
tit
teir, tær, tey
tygum
fingu
Imperativ Singular !
Imperativ Plural fáið!
Partizip Präsens  
Partizip Perfekt   fingin
Supinum   fingið

Worttrennung:

fáa

Aussprache:

IPA: [ˈfɔːa]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] bekommen, erhalten
[2] kaufen, zustande bringen, sich aneignen
[3] (aus den Händen) geben
[4] können

Herkunft:

Das färöische Verb stammt von altnordisch bzw. „fangen, fassen, greifen, erhalten“ und geht zurück auf germanisch *fanhan „fassen, fangen“, welches seinerseits zur indogermanischen Wortfamilie um *pae- „festmachen“ gehört. Es ist also urverwandt mit deutsch „fangen“, wie unter anderem an der Imperfektform fingu (vgl. fingen) zu sehen ist. Zur gleichen Wortfamilie gehören auch lateinisch pangere und pax. [Quellen fehlen]

Synonyme:

[2] keypa
[3] geva
[4] kunna

Beispiele:

[1] Kýrnar fáa tvær ferðir um dagin at eta.
Die Kühe bekommen zweimal täglich zu fressen
[1] Hann var raskur at 'fáa.
Er war tüchtig beim Fischfang. (wörtlich: Er war rasch zu bekommen.)
[1] Fáa tygum? ja takk, eg fái.
Bekommen Sie (bereits)? Ja, danke, ich bekomme (bereits).
[2] Tey fingu sær bil.
Sie kauften sich ein Auto.
[2] Hann fekk sær konu úr grannabygdini.
Er heiratete eine Faru aus dem Nachbardorf.
[2] Hann fekk sær motor í bátin.
Er baute sich einen Motor ins Boot.
[3] henni bókina!
Gib ihr das Buch!
[4] Kúgvin fær ikki kálvað.
Die Kuh kann nicht kalben.
[4] Hon fekk ikki farið, tí hon átti ongan pening.
Sie konnte nicht fahren, weil sie kein Geld hatte.

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] fáa at vita - erfahren, herausbekommen

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 3, 4] Ulf Timmermann (Herausgeber): Føroyskt-týsk orðabók. 1. Auflage. Orðabókagrunnurin, Tórshavn 2013, ISBN 978-99918-802-5-9, Seite 184–188.

Ähnliche Wörter (Färöisch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: fáur