Güte

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Güte (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Güte

Genitiv der Güte

Dativ der Güte

Akkusativ die Güte

Worttrennung:

Gü·te, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈɡyːtə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Güte (Info)
Reime: -yːtə

Bedeutungen:

[1] eine freundliche, wohlgesonnene, großzügige Einstellung und Handlungsweise gegenüber einer anderen Person
[2] Technik, Materialwirtschaft: der Grad der erwünschten und beabsichtigten Beschaffenheit (= Qualität) eines Materials oder eines Instruments

Synonyme:

[1] Anteilnahme, Aufgeschlossenheit

Sinnverwandte Wörter:

[2] Bonität

Unterbegriffe:

[1] Herzensgüte

Beispiele:

[1] Sein Handeln gegenüber Kollegen und Untergebenen war von großer Güte bestimmt.
[1] „Hätten Sie die Güte und reichten mir einmal die Karte herüber. Vielen Dank.“
[1] Ich aber bin gewiss, zu schauen die Güte des HERRN im Land der Lebenden.[1]
[1] Wie kann Gott Inbegriff der vollkommenen Güte sein, wenn er den Menschen schreckliche Schicksale auferlegt?[2]
[1] Symbol [für die Menschlichkeit] ist Pater Maximilian Kolbe geworden. Seine sozusagen sein Leben abschließende Tat war ein Akt der Liebe für einen Mithäftling. Und letztlich hatte nicht die SS das letzte Wort, sondern die Güte dieses Paters.[3]
[1] Ein Foto zeigt sie [die 83-jährige Marissa Mavrapidou] und ihre Freunde, wie sie das Baby einer geflüchteten Frau trösten. Das Foto wurde in den Sozialen Medien weit verbreitet. Im Angesicht des ganzen Elends wurden die Frauen zu einem Symbol der Güte.[4]
[2] Auf den Plantagen von São Tomé und Príncipe wächst Kakao von hervorragender Güte.[5]
[2] […] nur die wenigsten Ärzte [können] ihren Patienten zum Beispiel wirklich erklären, welchen Wert ein Krebstest hat. Dazu müssten sie etwas über die Güte des Tests wissen, aber auch über die Häufigkeit der Erkrankung.[6]

Redewendungen:

[1] einen Vorschlag zur Güte machen
[1] Ach du meine Güte

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] mit Substantiv: die Güte Gottes
[1] mit Adjektiv: grenzenlose Güte, mütterliche Güte, väterliche Güte
[1] mit Verb: Güte ausstrahlen
[1] mit Verb (ironisch, auffordernd): die Güte haben (etwas zu tun)
[2] mit Verb: die Güte messen, die Güte prüfen
[2] in Kombination: etwas ist erster Güte

Wortbildungen:

[1] gütig

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Güte
[1, 2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Güte
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Güte
[1, 2] canoo.net „Güte
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonGüte

Quellen:

  1. Psalm 27,13 Einheitsübersetzung
  2. Florian Felix Weyh: Die Gottesfrage. Nobert Hoerster liefert "steile Thesen" zur Existenz Gottes. In: Deutschlandradio. 22. März 2005 (Deutschlandfunk / Köln, Sendereihe: Büchermarkt, URL, abgerufen am 16. Juli 2018).
  3. Christoph Strack: Deutschland - "Wo war Gottes Barmherzigkeit in Auschwitz?". In: Deutsche Welle. 24. Juli 2016 (URL, abgerufen am 16. Juli 2018).
  4. Europa - Die Helden von Lesbos: Freiwillige Helfer. In: Deutsche Welle. 29. Oktober 2015 (URL, abgerufen am 16. Juli 2018).
  5. Uwe Stolzmann: Ein politisch korrekter Kolonialherr. Miguel Sousa Tavares: "Am Äquator". In: Deutschlandradio. 6. Dezember 2015 (Deutschlandradio Kultur / Berlin, Sendereihe: Buchkritik, URL, abgerufen am 16. Juli 2018).
  6. Volkart Wildermuth: Unsicherheit als Chance. Gerd Gigerenzer: "Risiko", C. Bertelsmann Verlag, München 2013, 400 Seiten, 19,99 Euro. In: Deutschlandradio. 7. Mai 2013 (Deutschlandradio Kultur / Berlin, Sendereihe: Buchkritik, URL, abgerufen am 16. Juli 2018).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: gute