Flur

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Flur (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Flur die Flure
Genitiv des Flurs
des Flures
der Flure
Dativ dem Flur den Fluren
Akkusativ den Flur die Flure
[2] Flur einer Behörde

Worttrennung:

Flur, Plural: Flu·re

Aussprache:

IPA: [fluːɐ̯]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Flur (Info)
Reime: -uːɐ̯

Bedeutungen:

[1] Raum zwischen Hauseingang und Treppenhaus oder zwischen Haustür und Wohnbereich
[2] langer Gang in öffentlichen Gebäuden, von denen die einzelnen Dienstzimmer abgehen

Herkunft:

Das Wort ist mit der Bedeutung „Hausgang“ erst in neuhochdeutscher Zeit aus dem Niederdeutschen übernommen worden[1], laut Duden seit der Zeit um 1700.[2]

Synonyme:

[1] Diele, Entrée, Hausflur, Gang, Hausgang, Vorhaus, landschaftlich: Ern/Eren, süddeutsch: Fletz
[2] Korridor

Oberbegriffe:

[1, 2] Raum

Beispiele:

[1] Da steht ein Pferd auf'm Flur!(Schlager)
[1] Die Garderobe ist im Flur.
[1] „Jetzt muß sie im ersten Stockwerk innehalten, ihre Hand wird im Dunkel des Flurs nach den Bogen des gewellten Geländers tasten, ihr Fuß die schiefe, ausgetretene Treppe suchen, die zum zweiten Stockwerk führt.“[3]
[1] „Der Flur führte von der Haustür direkt in die Küche und weiter bis ins Schlafzimmer.“[4]
[2] Sie ging den ganzen Flur hinunter bis zum letzten Zimmer auf der rechten Seite.

Wortbildungen:

Flurbeleuchtung, Flurbereinigung, Flurdecke, Flurfunk, Flurgarderobe, Flurhüter, Flurlampe, Flurmöbel

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Hausflur
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Flur
[*] canoo.net „Flur
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonFlur
[2] The Free Dictionary „Flur
[1, 2] Duden online „Flur

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Flur“, Seite 305f.
  2. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. neu bearbeitete 5. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Berlin/Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04075-9, Stichwort Flur.
  3. Ernst Toller: Eine Jugend in Deutschland. Reclam, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-15-018688-6, Seite 37. Erstauflage 1933.
  4. Jóanes Nielsen: Die Erinnerungen. Roman. btb Verlag, München 2016, ISBN 978-3-442-75433-5, Seite 239. Original in Färöisch 2011, Übersetzung der dänischen Ausgabe von 2012.

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Flur die Fluren
Genitiv der Flur der Fluren
Dativ der Flur den Fluren
Akkusativ die Flur die Fluren

Worttrennung:

Flur, Plural: Flu·ren

Aussprache:

IPA: [fluːɐ̯]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Flur (Info)
Reime: -uːɐ̯

Bedeutungen:

[1] Fläche, die landwirtschaftlich genutzt wird
[2] Feldmark

Herkunft:

mittelhochdeutsch vluor, althochdeutsch fluor, germanisch *flōra- „Boden“, belegt seit dem 12. Jahrhundert[1]

Unterbegriffe:

[1] Dorfflur, Feldflur

Beispiele:

[1] Durch Wald und Flur(Buchtitel)
[2] Die Folge war eine Zersplitterung der Flur.

Redewendungen:

[1] allein auf weiter Flur

Wortbildungen:

[1] Flurabstand, Flurbereinigung, Flurbereinigungsgesetz, Flurbuch, Flurgang, Flurgraben, Flurkarte, Flurname, Flurschaden, Flurschütz, Flurstein, Flurstück, Flurvermessung, Flurzaun, Flurzwang

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Flur
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „flur, f.“.
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Flur
[*] canoo.net „Flur
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonFlur
[1, 2] The Free Dictionary „Flur
[1, 2] Duden online „Flur

Ähnliche Wörter:

Flor, Fluor
    • Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Flur“, Seite 305f.