Adorf

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Adorf (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n, Toponym[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ (das) Adorf
Genitiv (des Adorf)
(des Adorfs)

Adorfs
Dativ (dem) Adorf
Akkusativ (das) Adorf
[1] Marktplatz in Adorf/Vogtl.
[3] Hauptstraße in Adorf (Diemelsee)
[4] Dorfkirche in Adorf/Erzgeb.

Anmerkung zum Artikelgebrauch:

Der Artikel wird gebraucht, wenn „Adorf“ in einer bestimmten Qualität, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitabschnitt als Subjekt oder Objekt im Satz steht. Ansonsten, also normalerweise, wird kein Artikel verwendet.

Worttrennung:

Adorf, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈaːdɔʁf], [ˈaːdoɐ̯f]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Adorf (Info), Lautsprecherbild Adorf (Info)

Bedeutungen:

[1] Kurzform von Adorf/Vogtl.; Stadt in Deutschland, Sachsen
[2] ein Ortsteil der Gemeinde Twist im Landkreis Emsland, Niedersachsen, Deutschland
[3] ein Ortsteil der Gemeinde Diemelsee im Landkreis Waldeck-Frankenberg, Hessen, Deutschland
[4] Kurzform von Adorf/Erzgeb.; ein Ortsteil der Gemeinde Neukirchen/Erzgebirge im Erzgebirgskreis, Sachsen, Deutschland

Herkunft:

[1] „Dorf in der Aue“ von ā (entstanden aus mittelhochdeutsch ouwe)[1] und Ortsnamengrundwort-dorf’ — 1290 Adorff auf gefälschter Urkunde, 1294 Adorph, 1328 stat czu Ahdorf; mit zeitweiliger Umstellung des r (vgl. Mühltroff): 1461 Adruff, 1557 Adroff

Oberbegriffe:

[1] Stadt, Siedlung, Ort
[2–4] Siedlung, Ort

Beispiele:

[1] Adorf liegt im Vogtland.
[1–4] Die Ortsbezeichnung Adorf taucht sage und schreibe viermal in Deutschland auf.
[4] Adorf liegt im Erzgebirge.

Wortbildungen:

Adorfer, Adorferin

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1–4] Wikipedia-Artikel „Adorf

Quellen:

  1. Dieter Berger: Duden, Geographische Namen in Deutschland. Herkunft und Bedeutung der Namen von Ländern, Städten, Bergen und Gewässern. 2. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 1999, ISBN 3-411-06252-5, DNB 955146836, Seite 48

Substantiv, m, f, Nachname[Bearbeiten]

Singular m Singular f Plural
Nominativ der Adorf
(Adorf)
die Adorf
(Adorf)
die Adorfs
Genitiv des Adorf
des Adorfs
Adorfs
der Adorf
(Adorf)
der Adorfs
Dativ dem Adorf
(Adorf)
der Adorf
(Adorf)
den Adorfs
Akkusativ den Adorf
(Adorf)
die Adorf
(Adorf)
die Adorfs
siehe auch: Grammatik der deutschen Namen

Anmerkung:

Der mündliche, umgangssprachliche Gebrauch des Artikels bei Nachnamen ist nicht einheitlich. Norddeutsch gebraucht man tendenziell keinen Artikel, mitteldeutsch ist der Gebrauch uneinheitlich, in süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Idiomen wird der Artikel tendenziell gebraucht.
Für den Fall des Artikelgebrauches gilt: der „Adorf“ – für männliche Einzelpersonen, die „Adorf“ im Singular – für weibliche Einzelpersonen; ein und/oder eine „Adorf“ für einen und/oder eine Angehörige aus der Familie „Adorf“ und/oder der Gruppe der Namenträger. Die im Plural gilt für die Familie und/oder alle Namenträger gleichen Namens. Der schriftliche, standardsprachliche Gebrauch bei Nachnamen ist prinzipiell ohne Artikel.

Worttrennung:

Adorf, Plural: Adorfs

Aussprache:

IPA: [ˈaːdɔʁf][1]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Adorf (Info)

Bedeutungen:

[1] deutscher Nachname, Familienname

Herkunft:

[1] ein in Adorf Wohnender, Ansässiger, aus Adorf Stammender

Bekannte Namensträger: (Links führen zu Wikipedia)

[1] Wikipedia-Artikel „Mario Adorf“, Wikipedia-Artikel „Stella Maria Adorf

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Adorf
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalAdorf

Quellen:

  1. Max Mangold und Dudenredaktion: Duden Aussprachewörterbuch. Wörterbuch der deutschen Standardaussprache. In: Der Duden in 10 Bänden. 3. Auflage. Band 6, Dudenverlag, Mannheim/Wien/Zürich 1990, ISBN 3-411-20916-X, DNB 900828935, Seite 119


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