Reisig

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47. Wort der Woche.

[Bearbeiten] Reisig (Deutsch)

[Bearbeiten] Substantiv, n

Kasus Singular Plural
Nominativ das Reisig
Genitiv des Reisigs
Dativ dem Reisig
Akkusativ das Reisig

Worttrennung:

Rei·sig, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈʀaɪ̯zɪç]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Reisig (Österr.) (Info)

Bedeutungen:

[1] dürre, trockene Zweige, die von Bäumen oder Büschen abgefallen sind und häufig als Brennmaterial benutzt werden
[2] veraltet: das Gebüsch, das aus lebenden Ästen und Zweigen besteht
[3] veraltet, Rechtssprache: ein Reis (Laubzweig oder Rebe), das bei der Übertragung eines Baumgartens, Waldgrundes oder Weinberges durch Verkauf in den Boden gesteckt oder überreicht wird

Herkunft:

Reisig geht auf das althochdeutsche rīsahi (Geäst, Astwerk) und das mittelhochdeutsche rīsach und rīsech (Rute, Reis, Gebüsch) zurück. Die neuhochdeutsche Form Reisig entstand durch einen Wandel der unbetonten Endsilbe zu -ig. Insgesamt handelt es sich bei diesem nur im Deutschen vorkommenden Substantiv um eine Kollektivbildung mit dem germanischen Suffix -ahja- zu einem althochdeutschen Substantiv, das dem Neutrum Reis zugrunde liegt.[1]

Synonyme:

[1] Reis, Reiser
[3] Reis

Unterbegriffe:

[1] Birkenreisig, Tannenreisig

Beispiele:

[1] Bevor wir das Lagerfeuer anmachen können, müsst ihr Reisig sammeln gehen.
[2] Wir streiften durch das dichte Reisig und suchten unseren Kameraden.
[3] Der Kauf des Weinbergs ist besiegelt. Das Reisig ist nun übergeben.

Abgeleitete Begriffe:

Reisigbesen, Reisigbündel

[Bearbeiten] Übersetzungen

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Reisig
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Reisig
[1] The Free Dictionary „Reisig
[1–3] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Reisig“ in Verbindung mit Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Reis
[*] canoo.net „Reisig
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonReisig

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, „Reisig“, Seite 1109

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