Kommissar

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Kommissar (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Kommissar die Kommissare
Genitiv des Kommissars der Kommissare
Dativ dem Kommissar den Kommissaren
Akkusativ den Kommissar die Kommissare

Worttrennung:

Kom·mis·sar, Plural: Kom·mis·sa·re

Aussprache:

IPA: [kɔmɪˈsaːɐ̯], Plural: [kɔmɪˈsaːʀə]
Hörbeispiele: —, Plural:
Reime: -aːɐ̯

Bedeutungen:

[1] mit Vollmachten ausgestatteter Regierungsbeauftragter
[2] Dienstgrad bei Polizei und einigen anderen öffentlichen Diensten
[3] Polizist mit dem Dienstgrad Kommissar

Herkunft:

von mittellateinisch: commisarius = Beauftrager im 15. Jahrhundert entlehnt; zum lateinischen Verb committere = anvertrauen, zusammenbringen gebildet; aus dem Präfix con- = zusammen und dem Verb mittere = senden, wegschicken [1][2]

Weibliche Wortformen:

Kommissarin

Oberbegriffe:

[1] Beauftragter
[2, 3] Kriminalbeamter

Unterbegriffe:

[1] EU-Kommissar, Flüchtlingshochkommissar, Flüchtlingskommissar, Hochkommissar, Justizkommissar, UN-Flüchtlingskommissar
[2, 3] Kriminalkommissar, Kripokommissar, Polizeikommissar, Zollkommissar

Beispiele:

[1] Ein Kommissar verwaltete vorübergehend das Gebiet.
[2] Als Auszeichnung für sein Fahndungserfolge erhielt er den Rang Kommissar.
[3] Im Kriminalroman entwickelte der Kommissar ausgefallene Theorien.

Wortbildungen:

[1] kommissarisch
[2] Kommissariat

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Kommissar
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Kommissar
[1] canoo.net „Kommissar
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonKommissar
[1] The Free Dictionary „Kommissar
[1] Duden online „Kommissar

Quellen:

  1. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, Seite 430.
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 Seite 514.