renommieren

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renommieren (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich renommiere
du renommierst
er, sie, es renommiert
Präteritum ich renommierte
Konjunktiv II ich renommierte
Imperativ Singular renommiere!
renommier!
Plural renommiert!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
renommiert haben
Alle weiteren Formen: Flexion:renommieren

Worttrennung:

re·nom·mie·ren, Präteritum: re·nom·mier·te, Partizip II: re·nom·miert

Aussprache:

IPA: [ʁenɔˈmiːʁən], Präteritum: [ʁenɔˈmiːɐ̯tə], Partizip II: [ʁenɔˈmiːɐ̯t]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild renommieren (Info), Präteritum: —, Partizip II:
Reime: -iːʁən

Bedeutungen:

[1] intransitiv: mit Reichtum, Wissen, Fähigkeiten oder vollbrachten Taten prahlen, um seine eigene Bedeutung hervorzukehren

Herkunft:

abgeleitet aus dem Französischen renommée → fr „guter Ruf, Ansehen“, von französisch renommer → frloben, rühmen“, einer Präfixbildung von nommer → frnennen, benennen“ von lateinisch nominare → la in gleicher Bedeutung[1]

Synonyme:

[1] angeben, großtun, prahlen, protzen, umgangssprachlich: aufschneiden, bramarbasieren

Sinnverwandte Wörter:

[1] sich brüsten, sich loben, sich rühmen, sich wichtig machen, umgangssprachlich: Eindruck schinden, große Reden schwingen, große Töne spucken, Schaum schlagen

Gegenwörter:

[1] kleinlaut sein, sein Licht unter den Scheffel stellen, tiefstapeln, untertreiben

Oberbegriffe:

[1] eifern, streben, dominieren (im Sinne von Dominanzstreben)

Beispiele:

[1] Mittlerweile gilt der DI-Diesel sogar als Voraussetzung, um beim Ampelstart renommieren zu können.[2]
[1] Auch die Reisebilder gelingen ihm subtiler und kräftiger zugleich, wenn er sich von dem Zwang befreit, mit den prominenten Freunden, die er in aller Welt hatte, zu renommieren.[3]
[1] »Des Pulvers? Dagegen protestiere ich. Renommieren Sie mir nicht mit dem Pulver. Sie haben es nicht erfunden!«[4]
[1] „Ein paar Arbeiter diskutierten über Rennpferde in Nizza, zwei Postschaffner studierten den Wetterbericht aus Paris, und ein Kutscher renommierte mit seinen Zeiten als Trabrennfahrer.“[5]

Wortbildungen:

Renommage, Renommee, Renommieren, renommierend, Renommierstück, Renommiersucht, Renommiersuspensorium, renommiert, Renommist

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „renommieren
[1] canoonet „renommieren
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalrenommieren
[1] Duden online „renommieren

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 6. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2003, ISBN 3-423-32511-9, Seite 1115
  2. Burkhard Straßmann: Benzin direkt - der zweite Anlauf. In: Zeit Online. ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 17. September 2012).
  3. Karl-Markus Gauß: Alles, was man nicht wissen wollte. In: DiePresse.com. 4. Oktober 2008, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 17. September 2012).
  4. Georg Weerth: Humoristische Skizzen aus dem deutschen Handelsleben. In: Projekt Gutenberg-DE. Kap. VIII, Die Spekulation (URL).
  5. Erich Maria Remarque: Drei Kameraden. Verlag Kiepenheuer & Witsch (KiWi), Köln 1991, ISBN 3462020900, Seite 242

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Renommee, renommiert, renumerieren