fortschwimmen

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fortschwimmen (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich schwimme fort
du schwimmst fort
er, sie, es schwimmt fort
Präteritum ich schwamm fort
schwomm fort
Konjunktiv II ich schwämme fort
schwömme fort
Imperativ Singular schwimm fort!
schwimme fort!
Plural schwimmt fort!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
fortgeschwommen sein
Alle weiteren Formen: Flexion:fortschwimmen

Anmerkung zur Aussprache:

Weitere Aussprachevarianten des Grundwortes finden sich im Eintrag schwimmen.

Worttrennung:

fort·schwim·men, Präteritum: schwamm fort; landschaftlich: schwomm fort, Partizip II: fort·ge·schwom·men

Aussprache:

IPA: [ˈfɔʁtˌʃvɪmən]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] intransitiv: sich schwimmend fortbewegen
[2] intransitiv: von der Strömung fortbewegt werden

Herkunft:

Ableitung eines Partikelverbs zum Verb schwimmen mit dem Präverb (Verbpartikel, Verbzusatz) fort

Synonyme:

[1] abschwimmen
[1, 2] davonschwimmen, wegschwimmen

Gegenwörter:

[1] anschwimmen, hinschwimmen, zuschwimmen
[2] anschwemmen

Oberbegriffe:

[1, 2] schwimmen

Beispiele:

[1] übertragen: „Doch der Gedanke schwamm fort, und neue tauchten auf.“[1]
[1] „Die 3600 erwachsenen Tiere gehen normalerweise in nahegelegenen Gewässern auf Nahrungssuche und kehren dann zu der Kolonie zurück, um die Jungtiere zu füttern. Doch Biologe Nicol ist besorgt: ‚Die Tiere schwimmen immer weiter fort, und sie kommen ganz ohne Futter zurück.‘“[2]
[1] „Während die gestielte Zelle sich so weiter teilen kann, schwimmt der Schwärmer fort, verliert seine Geißel und verwandelt sich wiederum in eine gestielte, teilungsfähige Zelle - womit der Kreis geschlossen ist.“[3]
[1] „Nach Angaben der neuseeländischen Naturschutzbehörde DOC strandeten 416 Wale, nur 50 von ihnen schwammen fort, nachdem die Tierschützer sie ins Wasser zurückbugsiert hatten.“[4]
[2] „Martin hat sich eine harte Haut zugelegt; dennoch, bei dem Gedanken, daß das Haus an der Gertraudtenstraße fortschwimmt, daß jetzt eigentlich dieses Zufallshaus in Lugano das einzig Feste ist, was die Oppermanns haben, gibt es ihm einen Stich.“[5]
[2] „Es würde regnen, Sturzbäche gießen; hatte sich dann die Schalung nicht bewährt, schwamm der Zement fort, und alles konnte von vorn begonnen werden.“[6]

Redewendungen:

[2] jemandem schwimmen alle Felle fort/jemandem schwimmen die Felle fort/jemandem schwimmen seine Felle fort
[2] seine Felle fortschwimmen sehen

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] jemand, ein Tier, ein Wasserfahrzeug schwimmt fort
[1] übertragen: Erinnerungen, Gedanken schwimmen fort
[2] ein Gegenstand schwimmt fort

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „fortschwimmen
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „fortschwimmen
[1, 2] Duden online „fortschwimmen
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalfortschwimmen

Quellen:

  1. Bruno Apitz: Nackt unter Wölfen. Roman. Ungekürzte Ausgabe, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1961 (rororo Taschenbuch 416/417), Seite 256 (Erstausgabe 1958).
  2. AP: 800 Pinguin-Küken sind verhungert. Nicht genug Krill - Alttiere schwimmen auf Suche nach Nahrung bis zu 190 Kilometer weit. In: Nürnberger Nachrichten. 7. Februar 1995, Seite 20.
  3. Andreas Jahn: Kopf oder Schwanz? In: spektrumdirekt. 25. Mai 2004 (Onlineversion: URL, abgerufen am 16. August 2019)
  4. 300 Grindwale verendet. In: Süddeutsche Zeitung. 11. Februar 2017, ISSN 0174-4917, Seite 12.
  5. Lion Feuchtwanger: Die Geschwister Oppermann. Querido Verlag, Amsterdam 1933, Seite 369 (Zitiert nach Google Books).
  6. Erik Neutsch: Spur der Steine. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 1964, Seite 581.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen:
Levenshtein-Abstand von 1: fortschwammen, fortschwämmen, fortschwemmen, fortschwommen, fortschwömmen