Unteroffizier

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Unteroffizier (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Unteroffizier

die Unteroffiziere

Genitiv des Unteroffiziers

der Unteroffiziere

Dativ dem Unteroffizier

den Unteroffizieren

Akkusativ den Unteroffizier

die Unteroffiziere

[1] Dienstgrad-abzeichen eines Unteroffiziers der Panzergrenadiere
[2] Frühneuzeitlicher Feldwebel

Nicht mehr gültige Schreibweisen:
Unterofficier

Worttrennung:
Un·ter·of·fi·zier, Plural: Un·ter·of·fi·zie·re

Aussprache:
IPA: [ˈʊntɐʔɔfiˌt͡siːɐ̯]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Unteroffizier (Info)

Bedeutungen:
[1] Militär, kein Plural: Dienstgrad eines Soldaten
[1a] Bundeswehr, kein Plural: zwischen dem Oberstabsgefreiten und Stabsunteroffizier, niedrigster Dienstgrad der Unteroffiziere ohne Portepee
[1b] Wehrmacht, Nationale Volksarmee, kein Plural: zwischen dem Stabsgefreiten und dem Unterfeldwebel
[2] Militär: Dienstgradgruppe,
[2a] Bundeswehr: die die Dienstgrade vom Unteroffizier [1] bis zum Oberstabsfeldwebel umfasst
[2b] Wehrmacht: die die Dienstgrade vom Unteroffizier [1] bis zum Stabsfeldwebel umfasst
[3] Person, die den Dienstgrad eines Unteroffiziers innehat

Abkürzungen:
[1] U, Uffz

Herkunft:
Determinativkompositum aus unter- und Offizier

Synonyme:
[1] Marine: Maat

Sinnverwandte Wörter:
[2] Römische Armee: Princeps

Weibliche Wortformen:
[3] umgangssprachlich: Unteroffizierin

Oberbegriffe:
[1] Dienstgrad
[2] Dienstgradgruppe
[3] Person

Unterbegriffe:
[1] nach Einheit, oder Truppengattung: Artillerieunteroffizier, Fernsprechunteroffizier
[1] nach Rang: Unteroffiziere mit Portepee, Unteroffiziere ohne Portepee

Beispiele:
[1] Die Bundeswehr kennt den Dienstgrad des Unteroffiziers.
[1, 2] Ein Feldwebel ist ein Unteroffizier, obwohl er nicht den Rang eines Unteroffiziers innehat.
[3] „Ich bin Unteroffizier geworden.“[1]
[3] „Der Unteroffizier ging weiter.“[2]
[3] „Ein Blick des Unteroffiziers Zache traf mich.“[3]
[3] „Es heißt, der Unteroffizier Stephan sei im Schützengraben von einem Schuss der feindlichen Artillerie getroffen worden.“[4]

Wortbildungen:
Unteroffiziersdienstgrad

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1–3] Wikipedia-Artikel „Unteroffizier
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Unteroffizier
[*] canoonet „Unteroffizier
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonUnteroffizier
[1, 2, 4] Duden online „Unteroffizier
[*] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Unterofficier

Quellen:

  1. Ernst Toller: Eine Jugend in Deutschland. Reclam, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-15-018688-6, Seite 72. Erstauflage 1933.
  2. Hans Herbert Grimm: Schlump. Roman. 2. Auflage. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04609-0, Seite 145. Erstauflage 1928.
  3. Ludwig Renn: Krieg. Aufbau, Berlin 2014 (Erstmals veröffentlicht 1928), ISBN 978-3-351-03515-0, Zitat Seite 26.
  4. Björn Kuhligk, Tom Schulz: Rheinfahrt. Ein Fluss. Seine Menschen. Seine Geschichten. Orell Füssli, Zürich 2017, ISBN 978-3-280-05630-1, Seite 285.