Eisblume

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Eisblume (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Eisblume

die Eisblumen

Genitiv der Eisblume

der Eisblumen

Dativ der Eisblume

den Eisblumen

Akkusativ die Eisblume

die Eisblumen

[1] Eine Fensterscheibe ist mit Eisblumen übersät.
[1] Eisblumen bilden im Winter schöne Muster.

Worttrennung:

Eis·blu·me, Plural: Eis·blu·men

Aussprache:

IPA: [ˈaɪ̯sˌbluːmə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Eisblume (Info)

Bedeutungen:

[1] meist im Plural: blumenähnliche Gebilde aus Reif auf der Innenseite einfacher Glasscheiben (oder auf anderen Flächen) bei starkem Frost

Herkunft:

Determinativkompositum aus den Substantiven Eis und Blume

Beispiele:

[1] Eisblumen wachsen meist auf der Innenseite von Fenstern mit Einscheibengläsern.
[1] „Von den Fenstern des nach Nordwesten gelegenen Kinderschlafzimmers tauten wochenlang die Eisblumen nicht ab.“[1]
[1] „In den Scheibenecken keimten die Eisblumen auf. Sichtbar reckten die Strahlen sich aus; Sternchen um Sternchen schoß heran ….“[2]
[1] „An den Fenstern brechen Eisblumen das Licht und geben einen unscharfen Blick auf den kleinen Fluss frei, der am "Café Uzupio" vorbeifließt.“[3]
[1] „Heiliges Weihwasser, selbst wenn es verdunstet, schlägt sich irgendwann und irgendwo als Tropfen nieder oder kristallisiert sich als Eisblume […]“[4]
[1] „Für Autofahrer [sind Eisblumen] aber wenig erfreulich, denn die Eisblumen wachsen nämlich auf der Innenseite der Scheibe und sind besonders schwer wieder abzubekommen.“[5]
[1] „Inzwischen ein seltener Anblick sind die Eisblumen am Fenster. Sie sind nicht nur faszinierend schön, sondern bieten auch die Gelegenheit, die Bildung von Eis und Schnee zu studieren ….“[6]
[1] „Wie wächst eine Eisblume?Eisblumen beginnen an einem Kristallisationskern. Das können winzige Unebenheiten oder Staubkörner auf der Scheibe sein. Dort lagert sich das Wasser aus der Luft an und bildet den Grundstock für eine Eisblume. An diese lagern sich mehr und mehr weitere Wassermoleküle an – die Eisblume wächst.“[7]
[1] Vor allem, wer noch keine gut isolierten Fenster hat, darf sich über sie bei frostigen Temperaturen freuen: die Eisblumen. Damit sie wachsen, müssen draußen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt (0° Celsius) herrschen und innen eine hohe Luftfeuchtigkeit.[8]
[1] „Eisblumen sind so selten geworden, dass sie ins Lexikon für bedrohte Wörter aufgenommen wurden. Das ist auch besser so - die Eisfauna am Fenster zeugt von miserabler Wärmedämmung. Mit der Einfachverglasung sind auch die wundersamen Kristallgewächse verschwunden.“[9]
[1]  »Wie schön ihr seid! – Wo kommt ihr her?« stammelte die Myrte.
»Wir kommen aus einer anderen Welt,« sagte eine Eisblume. »Aus Wassertropfen sind wir geboren, und ehe uns der eisige Frost zum Leben weckte, schwebten wir als winzige Wassergeisterchen in der Luft!«[10]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] in Kombination: Eisblumen blühen / wachsen am Fenster / an der Fensterscheibe / Scheibe

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Eisblume
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Eisblume
[*] canoonet „Eisblume
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalEisblume
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Eisblume
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Eisblume
[1] The Free Dictionary „Eisblume
[1] Duden online „Eisblume
[1] wissen.de – Wörterbuch „Eisblume
[1] Deutsche Welle, Deutsch lernen – Wort der Woche: Hanna Grimm: Eisblume. In: Deutsche Welle. 19. Januar 2009 (Text und Audio zum Download, Dauer 01:09 mm:ss, URL, abgerufen am 5. Januar 2019).

Quellen:

  1. Ulla Hahn: Das verborgene Wort. Roman. 11. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2015, ISBN 978-3-423-21055-3, Seite 74.
  2. Andreas Stroinski: Scherze, Anekdoten, kurze Geschichten und Lehrreiches. In: Projekt Gutenberg-DE. Elfter Jahrgang. 2. Halbjahresband, Kapitel 4 (URL).
  3. Birgit Johannsmeier: Europa – Über sieben Brücken musst du gehen. In: Deutsche Welle. 1. April 2009 (URL, abgerufen am 5. Januar 2019).
  4. Andreas Malessa: Das Problematische an der Säkularisation. Charles Taylor: „Ein säkulares Zeitalter“, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2009, 1297 Seiten. In: Deutschlandradio. 20. Januar 2010 (Deutschlandfunk Kultur / Berlin, Sendereihe: Buchkritik, URL, abgerufen am 5. Januar 2019).
  5. Karolin Dörner: Immer seltener zu sehen – Warum sterben Eisblumen aus?. In: Mitteldeutscher Rundfunk. 12. September 2017 (URL, abgerufen am 5. Januar 2019).
  6. Warum entstehen Eisblumen. In: Südwestrundfunk. (Sendereihe: Planet Schule – Warum?, URL, abgerufen am 5. Januar 2019).
  7. Warum entstehen Eisblumen. In: Südwestrundfunk. (Sendereihe: Planet Schule – Warum?, URL, abgerufen am 5. Januar 2019).
  8. Eis und Schnee – Glitzernder Zauber oder weiße Gefahr. In: Bayerischer Rundfunk. 14. Oktober 2016 (URL, abgerufen am 5. Januar 2019).
  9. Hobbys für drinnen – Platz 6: Eisblumen züchten. In: sueddeutsche.de. 8. Dezember 2009, ISSN 0174-4917 (URL, abgerufen am 5. Januar 2019).
  10. Frida Schanz: Das Kind. In: Projekt Gutenberg-DE. Kapitel 10 (URL).
  11. Englischer Wikipedia-Artikel „window frost