Winter

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Winter (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Winter die Winter
Genitiv des Winters der Winter
Dativ dem Winter den Wintern
Akkusativ den Winter die Winter
[1] Nordwinter vom 21. Dezember bis 21. März, Südwinter vom 21. Juni bis 23. September

Worttrennung:

Win·ter, Plural: Win·ter

Aussprache:

IPA: [ˈvɪntɐ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Winter‎ (Info)
Reime: -ɪntɐ

Bedeutungen:

[1] Eine der vier Jahreszeiten. Folgt auf den Herbst. Nach dem Winter folgt der Frühling. Auf der nördlichen Halbkugel Zeit zwischen Dezember und März.

Herkunft:

von mittelhochdeutsch winter, winder, althochdeutsch wintar, germanisch *went-r- „Winter“. Das Wort ist seit dem 8. Jahrhundert belegt.[1]

Gegenwörter:

[1] Frühling, Sommer, Herbst

Oberbegriffe:

[1] Jahreszeit, Jahr, Zeit

Unterbegriffe:

[1] Nordwinter, Südwinter, Fimbulwinter

Beispiele:

[1] Im Winter ist es kalt, es liegt oft Schnee.
[1] „Als wir aus Nizza abfuhren, war Sommer - einen Tag später hatten wir in Amsterdam Regen und Winter.“[2]

Redewendungen:

über den Winter kommen
zehn Kalte Winter dauern

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] eiskalter/kalter/kurzer/langer/nasser/trockener Winter

Wortbildungen:

Adjektive: winterfest, wintergrün, winterlich
Substantive: Kältewinter, Nachwinter, Winteranfang, Winteraster, Winterbeginn, Winterchaos, Winterdienst, Wintereinbruch, Winterfahrplan, Winterfeldzug, Winterferien, Wintergemüse, Wintergerste, Wintergetreide, Wintergrün, Winterhilfe, Winterjacke, Winterkresse, Winterkrieg, Winterlandschaft, Winterlieb, Winterling, Winterlüftung, Winterreifen, Wintermantel, Wintermärchen, Wintermonat, Winterquartier, Winterroggen, Wintersaat, Wintersaison, Wintersechseck, Winterschlaf, Wintersonnenwende, Winterspiele, Wintersport, Wintersportgerät, Winterstern, Winterszeit, Wintertag, Winterweizen, Winterzeit, Winterzimmer, Winterzwiebel
Verben: einwintern, überwintern

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Winter
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Winter“.
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Winter
[1] canoo.net „Winter
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonWinter

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Winter“, Seite 992.
  2. Irmgard Keun: Kind aller Länder. Roman. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1989, ISBN 3-423-45369-7, Seite 115. Erste Ausgabe 1938.

Substantiv, m, f, Nachname[Bearbeiten]

Singular m Singular f Plural 1 Plural 2
Nominativ der Winter
(Winter)
die Winter
(Winter)
die Winters die Winter
Genitiv des Winter
des Winters
(Winters)
der Winter
(Winter)
der Winters der Winter
Dativ dem Winter
(Winter)
der Winter
(Winter)
den Winters den Winter
Akkusativ den Winter
(Winter)
die Winter
(Winter)
die Winters die Winter
siehe auch: Grammatik der deutschen Namen
[1] Verteilung des Nachnamens Winter in Deutschland

Anmerkung:

Der mündliche, umgangssprachliche Gebrauch des Artikels bei Nachnamen ist nicht einheitlich. Norddeutsch gebraucht man tendenziell keinen Artikel, mitteldeutsch ist der Gebrauch uneinheitlich, in süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Idiomen wird der Artikel tendenziell gebraucht.
Für den Fall des Artikelgebrauches gilt: der „Winter“ – für männliche Einzelpersonen, die „Winter“ im Singular – für weibliche Einzelpersonen; ein und/oder eine „Winter“ für einen und/oder eine Angehörige aus der Familie „Winter“ und/oder der Gruppe der Namenträger. Die im Plural gilt für die Familie und/oder alle Namenträger gleichen Namens. Der schriftliche, standardsprachliche Gebrauch bei Nachnamen ist prinzipiell ohne Artikel.

Worttrennung:

Win·ter, Plural 1: Win·ters

Aussprache:

IPA: [ˈvɪntɐ], Plural 1: [ˈvɪntɐs]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Winter‎ (Info), Plural 1:
Reime: -ɪntɐ

Bedeutungen:

[1] deutscher Nachname, Familienname

Herkunft:

  1. Übername für einen Bauern, der im Winter eine Abgabe zu entrichten hatte;
  2. Wohnstättenname zu einem Flurnamen, der ein an der Nordseite befindliches Gelände bezeichnet;
  3. im geringen Ausmaß Ableitung vom deutschen Rufnamen Winther (von winid und heri), der bis zum 15. Jahrhundert im Gebrauch war.[1]

Namensvarianten:

Winterer, Winterl, Winterle, Winterlein, Winters, Sima

Bekannte Namensträger: (Links führen zur Wikipedia)

Paul Winter, deutscher Komponist


Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Winter
[1] Hans Bahlow: Deutsches Namenlexikon. Familien- und Vornamen nach Ursprung und Sinn erklärt. Gondrom Verlag, Bindlach 1991, 1993, 2004, ISBN 3-8112-0294-4, Seite 551
[1] Konrad Kunze: dtv-Atlas Namenkunde. Vor- und Familiennamen im deutschen Sprachgebiet. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München 2000, ISBN 3-423-03234-0, Seite 151
[1] Rosa Kohlheim, Volker Kohlheim: Duden Familiennamen. Herkunft und Bedeutung. Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim 2000, ISBN 3-411-70851-4, Seite 722
[1] Anton Feinig, Tatjana Feinig: Familiennamen in Kärnten und den benachbarten Regionen. Hermagoras, Klagenfurt-Ljubljana-Wien 2005, ISBN 3-7086-0104-1, Seite 331
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonWinter

Quellen:

  1. Rosa Kohlheim, Volker Kohlheim: Duden, Lexikon der Familiennamen. Herkunft und Bedeutung von 20 000 Nachnamen. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2008, ISBN 978-3-411-73111-4, Seite 663.


Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: hinter, Inder, inter, Sinter, Wind, Winder, Winker, Winner, Winzer
Anagramme: Wirten