Göttingen
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[Bearbeiten] Göttingen (Deutsch)
[Bearbeiten] Substantiv, Toponym, n
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | Göttingen |
|
| Genitiv | Göttingens |
|
| Dativ | Göttingen |
|
| Akkusativ | Göttingen |
|
Silbentrennung:
- Göt·tin·gen
Aussprache:
- IPA: [ˈɡœtɪŋən][1], regional auch: [ˈɡœtɪŋŋ̍] oder (niederdeutsch) [ˈçœtɪŋŋ̍]
- Hörbeispiele: Göttingen
Bedeutungen:
- [1] Universitätsstadt im Südosten von Niedersachsen
- [2] niedersächsischer Landkreis (Landkreis Göttingen)
- [3] historisch: ehemaliges welfisches Fürstentum (Fürstentum Göttingen)
- [4] Ortsteil der Gemeinde Wadersloh (Nordrhein-Westfalen)
- [5] Ortsteil der Gemeinde Lahntal (Hessen)
- [6] Stadtteil der Stadt Langenau (Baden-Württemberg)
Herkunft:
- [1] Der Name der Stadt wird seit 1447 in der heutigen Weise geschrieben. Ältere Formen: 1254 Gottingen, 1229 Gotinge. Es handelt sich um den Namen des früher östlich vom heutigen Stadkern gelegenen Dorfes, der erstmals 953 als Gutingi überliefert ist. Es ist wahrscheinlich eine -ingi-Ableitung zu altniederdeutsch (altsächsisch) gota (< *guta) ‚Wasserrinne‘ (heutiges ostfälisch: Gôtĕ ‚Gosse‘) mit der Bedeutung ‚bei den Leuten am Wasserlauf‘.[2]
- Andere Deutungsversuche wie ‚Bei den Leuten des Guda bzw. Goda‘ (zu den entsprechenden altdeutschen Personennamen)[3] oder ‚bei den Leuten Gottes, d.h. Priestern‘ (zu altsächsisch god ‚Gott‘ < germanisch guða-)[4] können das [t] der heutigen und historischen Formen nicht erklären (Göttingen liegt außerhalb des Bereichs der „binnenhochdeutschen Konsonantenschwächung”[5], in dem der Ausspracheunterschied zwichen [d] und [t] in dieser Position aufgehoben ist).
- [2], [3] Vom Namen des Hauptortes bzw. Verwaltungssitzes.
Abkürzungen:
- [1], [2] GÖ (amtliches Kfz-Kennzeichen)
Oberbegriffe:
- [1] Stadt
- [2] Kreis
- [2] Niedersachsen, Deutschland, Europa
Unterbegriffe:
- [1] Deppoldshausen, Elliehausen, Esebeck, Geismar, Grone, Groß Ellershausen, Hasenwinkel, Herberhausen, Hetjershausen, Holtensen, Knutbühren, Nikolausberg, Roringen, Weende
- [2] Adelebsen, Bovenden, Dransfeld, Duderstadt, Ebergötzen, Friedland, Gleichen, Göttingen (Stadt), Hannoversch Münden, Jühnde, Krebeck, Landolfshausen, Niemetal, Rhumspringe, Rollshausen, Rosdorf, Scheden, Seeburg, Staufenberg, Uplengen, Waake, Wollershausen
Beispiele:
- [1] Ich habe nicht in Göttingen studiert.
- [1] das mittelalterliche Göttingen
- [2] Göttingen ist der südlichste Landkreis Niedersachsens.
- [3] Göttingen ist eines der Fürstentümer, die später im Kurfürstentum Hannover aufgingen.
- [4] Göttingen gehörte zur Gemeinde Liesborn, die später in der Gemeinde Wadersloh aufging.
Abgeleitete Begriffe:
- Göttinger, Göttingerin, göttingisch, Göttinger Achtzehn, Göttinger Elch, Göttinger Friedenspreis, Göttinger Sieben
[Bearbeiten] Übersetzungen
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Dialektausdrücke:
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Commons-Eintrag: Bilder, Videos oder Audiodateien zu „Göttingen“
- [1] Wikipedia-Artikel „Göttingen“
- [1] Wikipedia-Artikel „Exonyme für deutsche Toponyme“
- [1] canoo.net „Göttingen“
- [1], [2] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Göttingen“
(hier finden sich die falschen Ableitungen Göttingener und Göttingenerin)
- [2] Wikipedia-Artikel „Lankreis Göttingen“
- [3] Wikipedia-Artikel „Fürstentum Göttingen“
- [4] Wikipedia-Artikel „Liesborn“
- [5] Wikipedia-Artikel „Lahntal#Gemeindegliederung“
- [6] Wikipedia-Artikel „Langenau (Württemberg)“
Quellen:
- ↑ Aussprache-Duden3, S. 337
- ↑ Geografie-Duden2, S. 125
- ↑ AltdtNamenbuch II, Sp. 1120f
- ↑ NiedersächsOrtsN1957, S. 9
- ↑ dtv-Atlas Sprache10, S. 148f und Transkription Dialekt, S. 11/12
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