nämlich

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Zur Navigation springen Zur Suche springen

nämlich (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
nämlich
Alle weiteren Formen: Flexion:nämlich

Nicht mehr gültige Schreibweisen:

nemlich

Worttrennung:

näm·lich, keine Steigerung

Aussprache:

IPA: [ˈnɛːmlɪç]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild nämlich (Info)
Reime: -ɛːmlɪç

Bedeutungen:

[1] veraltend: der-, die-, dasselbe

Synonyme:

[1] derselbe, gleich

Gegenwörter:

[1] anderer

Beispiele:

[1] Die Zeitung kommt jeden Morgen zur nämlichen Zeit.
[1] „Von da tauchen sie [die Flüsse] nun wieder unter die Erde und, teils längere und mehrere Gegenden durchziehend, teils wenigere und kürzere, ergießen sie sich alle wieder in den Tartaros, einige viel weiter unten, als wo sie ausgepumpt wurden, andere nicht so viel, aber unterhalb ihres Ausflusses fließen sie alle ein; und einige strömen wieder aus, gerade gegenüber der Stelle, wie sie eingeflossen sind, andere auf der nämlichen Seite.“[1]
[1] „Mit demselben, etwas bunt zusammen gewürfelten Programm wie damals und am nämlichen Ort, natürlich in verjüngter Besetzung, feierten die Festwochen nun ihren Geburtstag – und wiesen dabei auch ungewollt nach, dass die Beschäftigung mit Alter Musik immer noch ein Abenteuer sein kann.“[2]
[1] „In der jetzigen Ausstellung am nämlichen Ort behandelt der Maler dieselben Motive - doch wie haben sie sich verändert: […]“[3]

Wortbildungen:

Nämlichkeit

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Duden online „nämlich_dieser_diese_dieses
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „nämlich
[1] canoo.net „nämlich
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonnämlich

Quellen:

  1. Platon: Phaidon 112b. In: Gunther Eigler (Herausgeber): Platon: Phaidon, Das Gastmahl, Kratylos (Werke in acht Bänden 3), bearbeitet von Dietrich Kurz, übersetzt von Friedrich Schleiermacher. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 5. Auflage 2005, Seite 187.
  2. Walter Weidringer: Innsbrucker Festwochen: Alte Musik bleibt ein Abenteuer. In: DiePresse.com. 25. August 2016, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 2. April 2017).
  3. Angelika Affentranger-Kirchrath: Erfundene Wirklichkeit. In: NZZOnline. 5. März 2003, ISSN 0376-6829 (URL, abgerufen am 2. April 2017).

Adverb, Konjunktion[Bearbeiten]

Anmerkung zur Wortart:

In der Bedeutung „bekanntlich“ (2) ist die Wortart von nämlich unklar. Zumeist wird es als Konjunktion bezeichnet, dagegen spricht aber, dass nämlich weder Nebensätze einleiten (*nämlich sie mich schlägt) noch im Hauptsatz mit Verbzweitstellung vor dem Vorfeld stehen kann (*nämlich sie schlägt mich).
Gegen die Wortart Adverb spricht hingegen, dass nämlich nicht vorfeldfähig ist (*nämlich schlägt sie mich).

Nicht mehr gültige Schreibweisen:

nemlich

Worttrennung:

näm·lich

Aussprache:

IPA: [ˈnɛːmlɪç]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild nämlich (Info)
Reime: -ɛːmlɪç

Bedeutungen:

  • Konjunktionaladverb:
[1] als nähere Erläuterung einer Tatsache: und zwar
  • Kausale Konjunktion oder Adverb (vgl. Anmerkung):
[2] als nachgestellte Begründung für eine Aussage, die dem Zuhörer bereits bekannt ist: bekanntlich

Abkürzungen:

[1] näml.

Herkunft:

mittelhochdeutsch „name(n)līche“ „ausdrücklich (mit Namen) genannt“. Das Wort ist seit dem 13. Jahrhundert belegt.[1]

Sinnverwandte Wörter:

[1] das heißt, d. h., also
[2] weil

Beispiele:

[1] Es gibt vier Jahreszeiten, nämlich Frühling, Sommer, Herbst und Winter.
[2] Wir können jetzt keinen Spargel essen. Den gibt es nämlich nur im Frühsommer.
[2] „Ich hatte nämlich bereits als Kind meine feste Vorstellung von Braunschweig.“[2]

Redewendungen:

Wer „nämlich“ schreibt mit „h“, ist dämlich ganz und gar.
Wer „nämlich“ mit „h“ schreibt, ist dämlich.

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Duden online „nämlich_weil_beispielsweise
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „nämlich
[*] canoo.net „nämlich
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonnämlich

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „nämlich“, Seite 645.
  2. Rafik Schami: Eine deutsche Leidenschaft namens Nudelsalat und andere seltsame Geschichten. 4. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2011, ISBN 978-3-423-14003-3, Zitat: Seite 164.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: dämlich, nähm ich