erben

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erben (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich erbe
du erbst
er, sie, es erbt
Präteritum ich erbte
Konjunktiv II ich erbte
Imperativ Singular erbe!
Plural erbt!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
geerbt haben
Alle weiteren Formen: erben (Konjugation)

Worttrennung:

er·ben, Präteritum: erb·te, Partizip II: ge·erbt

Aussprache:

IPA: [ˈɛʁbn̩], [ˈɛʁbm̩], Präteritum: [ˈɛʁptə], Partizip II: [ɡəˈʔɛʁpt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild erben (Info), Präteritum: Lautsprecherbild erbte (österreichisch) (Info), Partizip II: Lautsprecherbild geerbt (österreichisch) (Info)
Reime: -ɛʁbn̩

Bedeutungen:

[1] nach dem Tod eines anderen dessen Vermögen zu Eigentum erhalten
[2] umgangssprachlich: etwas (Gebrauchtes) von jemandem geschenkt bekommen
[3] eine Veranlagung, Begabung oder Ähnliches von den Vorfahren mitbekommen

Herkunft:

Das Verb stammt vom mittelhochdeutschen erben ab. Im Mittelniederdeutschen, Mittelniederländischen und Niederländischen gab beziehungsweise gibt es die Form erven → nl, das Altenglische kannte ierfan → ang und im Altnordischen wurde erfa → non benutzt.[1]

Synonyme:

[2] bekommen, erhalten
[3] mitbekommen

Beispiele:

[1] Es gab bei ihm nichts zu erben.
[1] Von meiner Tante habe ich ein Schloss an der Loire geerbt.
[1] Herr Müller hat schon oft geerbt.
[2] Claudia erbte während ihrer Kindheit eine Menge an Kleidungsstücken von ihrer älteren Schwester.
[3] Vom Vater hatte sie die blauen Augen, von der Mutter eine gewisse Liederlichkeit geerbt.

Wortbildungen:

beerben, enterben, ererben, forterben, vererben

Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „erben
[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „erben
[1] canoo.net „erben
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonerben
[1] Duden online „erben

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, unter „Erbe“, Seite 292