Teleskop

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Teleskop (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ das Teleskop die Teleskope
Genitiv des Teleskops der Teleskope
Dativ dem Teleskop den Teleskopen
Akkusativ das Teleskop die Teleskope
[1] optisches Teleskop

Worttrennung:

Te·le·s·kop, Plural: Te·le·s·ko·pe

Aussprache:

IPA: [teleˈskoːp]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Teleskop (Info)
Reime: -oːp

Bedeutungen:

[1] Optik: optisches Instrument zur Beobachtung weit entfernter Himmelsobjekte
[2] veraltende Bedeutung: optisches Instrument zur Beobachtung ferner Objekte

Herkunft:

Von (neu-)lateinisch telescopium → la entlehnt, das seinerseits auf altgriechisch τηλεσκόπος (tēleskópos) → grc „Weitspäher“ zurückgeht und sich aus τῆλε (tḗle) → grc „weit, fern“ und σκοπεῖν (skopeĩn) → grc „ betrachten, beobachten, spähen“[1] zusammensetzt.[2] Das Wort ist seit dem 17. Jahrhundert belegt.[3]

Sinnverwandte Wörter:

[1, 2] Fernrohr

Gegenwörter:

[1] Mikroskop

Oberbegriffe:

[1, 2] optisches Gerät

Unterbegriffe:

[1] Großteleskop, Kleinteleskop
[1] Hubbleteleskop, Infrarotteleskop, Linsenteleskop, Newton-Teleskop, Radioteleskop, Röntgenteleskop, Schmidt-Cassegrain-Teleskop, Sonnenteleskop, Spiegelteleskop, Syntheseteleskop, Weltraumteleskop, Zenitteleskop

Beispiele:

[1] Auf der Rückseite des Mondes wollen Forscher ein Teleskop installieren.
[1] „In Ischim war Humboldt zum Mißfallen der Polizei mit polnischen Strafgefangenen ins Gespräch gekommen, dann hatte er sich davongeschlichen, einen Hügel bestiegen und sein Teleskop aufgebaut.“[4]
[1] „So bat sie den Techniker, das Teleskop auf unseren Erdtrabanten auszurichten.“[5]
[1] „Ausschließlich mit dem Teleskop beschäftigt, betrugen sie sich wie gute Freunde und stellten die ungeduldigen Herausforderungen und Anspielungen der Eroberung zurück.“[6]
[2] „Der durchs Teleskop gerichtete Blick kennt eine ähnliche Diskrepanz von Dabeisein und Entfernung wie die Höhensicht vom Berggipfel.“[7]
[2] „Bevor Vanderbrecken uns gehen ließ, suchte er sehr sorgfältig durch sein Teleskop jeden Meter Strand ab.“[8]
[2] „Seine Neigung, in diesem Gesprächstone fortzufahren, war unverkennbar; er brach aber ab, weil die, denen diese Bemerkungen galten, mittlerweile ganz in ihrer Nähe Platz genommen hatten, und zwar an einem unmittelbar am Abhange stehenden Tische, neben dem auch ein Teleskop für das schaulustige Publikum aufgestellt war.“[9]

Wortbildungen:

teleskopisch
Teleskopantenne, Teleskopauge, Teleskopfisch, Teleskop-Insektenschutzfenster, Teleskoplader, Teleskopmast (→ Teleskopgelenkmast), Teleskopschiene, Teleskopstoßdämpfer, Teleskoptubus

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1, 2] Wikipedia-Artikel „Teleskop
[2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Teleskop
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Teleskop
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalTeleskop
[1, 2] The Free Dictionary „Teleskop
[(1, 2)] Duden online „Teleskop

Quellen:

  1. Gottwein „σκοπεῶ
  2. Duden online „Teleskop
  3. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Teleskop“, Seite 911.
  4. Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt. 4. Auflage. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2005, ISBN 3498035282, Seite 283
  5. Rainer Heuser: Ein einmaliger Kontakt. RAM-Verlag, Lüdenscheid 2019, ISBN 978-3-942303-83-5, Seite 95.
  6. Anaïs Nin: Ein Spion im Haus der Liebe. Roman. 2. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1983 (übersetzt von Rolf Hellmut Foerster), ISBN 3-423-10174-1, Seite 42. Englisches Original 1954.
  7. Christof Hamann, Alexander Honold: Kilimandscharo. Die deutsche Geschichte eines afrikanischen Berges. Klaus Wagenbach Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-8031-3634-3, Seite 25.
  8. John Goldsmith: Die Rückkehr zur Schatzinsel. vgs Verlagsgesellschaft, Köln 1987, ISBN 3-8025-5046-3, Seite 176. Englisches Original „Return to Treasure Island“ 1985.
  9. Theodor Fontane: Cécile. Roman. Nymphenburger, München 1969, Seite 24 f. Entstanden 1884/5.