Etymologie

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Etymologie (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Etymologie

die Etymologien

Genitiv der Etymologie

der Etymologien

Dativ der Etymologie

den Etymologien

Akkusativ die Etymologie

die Etymologien

Worttrennung:

Ety·mo·lo·gie, Plural: Ety·mo·lo·gi·en

Aussprache:

IPA: [ˌetymoloˈɡiː]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Etymologie (Info)
Reime: -iː

Bedeutungen:

[1] Linguistik: die Lehre, die Wissenschaft von der Herkunft der Wörter
[2] Linguistik: die Herkunft, der Ursprung und die Entwicklung eines bestimmten Wortes, die Wortgeschichte

Herkunft:

im 16. Jahrhundert von lateinisch etymologia → la entlehnt, das auf altgriechisch ἐτυμολογία (etymología) → grc zurückgeht; darin steckt ἔτυμος (étymos) → grcwahr“.[1] Zusammensetzung, der ἔτυμον (étymon) → grcwahrhaft“, „wirklich“ (siehe auch „Etymon“) und λόγος (lógos) → grcWort“ zugrundeliegen[2]

Synonyme:

[1] Herkunftslehre (der Wörter)
[2] Wortherkunft (kurz Herkunft), Wortursprung

Sinnverwandte Wörter:

[2] Wortableitung, Wortentwicklung, Wortgeschichte, Wortherleitung

Gegenwörter:

[1] Grammatik
[2] Bedeutung

Oberbegriffe:

[1] Lexikologie, Sprachwissenschaft, Linguistik, Wissenschaft

Unterbegriffe:

[1, 2] Kinderetymologie/Kindesetymologie, Volksetymologie

Beispiele:

[1] Ich beschäftige mich gern mit Etymologie.
[1] „Nur bei Berücksichtigung lautlicher und semantischer Übereinstimmungen, gleicher oder ähnlicher Denotate (Bezeichnungsobjekte und Objektklassen) und des soziokulturellen Zusammenhangs kann die Etymologie zu gültigen Ergebnissen gelangen.“[3]
[1] „Aber die Etymologie allein stiftet noch keine wirkliche Beziehung zwischen Wörtern.“[4]
[1] „Den Wegen so beschriebener Ungereimtheiten nachzugehen und die eigentliche, ehedem wohl vorhandene Sinnhaftigkeit der Namensgebung aufzuspüren, ist wiederum Aufgabe der Etymologie, auch wenn diese nicht in allen Fällen eine befriedigende Lösung bereitstellen kann.“[5]
[2] Die Etymologie dieses Wortes steht oben unter „Herkunft“.
[2] Die Etymologie von Wörtern kann man in etymologischen Wörterbüchern nachschlagen.
[2] „An sich sollte die Etymologie von Präfixen und Suffixen in der historischen Wortbildungslehre behandelt werden und nicht im Wörterbuch.“[6]
[2] „Eine ungewöhnliche Etymologie hat das polnische Wort prysznic.“[7]
[2] „Mein Bestreben war daher zunächst, die Erklärung der botanischen Pflanzennamen mit dem aktuellen Stand der etymologischen Forschung in den indogermanischen Sprachen zu vereinbaren und im einzelnen solche Etymologien, wo möglich, auch in semantischer Hinsicht kritisch zu prüfen.“[8]

Wortbildungen:

Etymologe, etymologisch

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, (2)] Wikipedia-Artikel „Etymologie
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Etymologie
[1, 2] Duden online „Etymologie
[*] canoo.net „Etymologie
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonEtymologie
[1, 2] The Free Dictionary „Etymologie

Quellen:

  1. Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Bearbeitet von Elmar Seebold, 24. durchgesehene und erweiterte Auflage, de Gruyter, Berlin/ New York 2002, Stichwort Etymologie, Seite 262. ISBN 3-11-017472-3.
  2. Duden online „Etymologie
  3. Thea Schippan: Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache. Niemeyer, Tübingen 1992, Seite 41, ISBN 3-484-73002-1.
  4. Walter Porzig: Das Wunder der Sprache. Probleme, Methoden und Ergebnisse der modernen Sprachwissenschaft, Dritte Auflage, Francke, Bern/München 1962, Seite 135.
  5. Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 6. Auflage. Nikol Verlag, Hamburg 2017, ISBN 978-3-86820-149-9, Seite 5.
  6. Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Bearbeitet von Elmar Seebold, 24. durchgesehene und erweiterte Auflage, de Gruyter, Berlin/ New York 2002, S. IX, ISBN 3-11-017472-3.
  7. Radek Knapp: Gebrauchsanweisung für Polen. 5. Auflage. Piper, München, Zürich 2011, Seite 29, ISBN 978-3-423-492-27536-1, Kursiv gedruckt: „prysznic“.
  8. Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 6. Auflage. Nikol Verlag, Hamburg 2017, ISBN 978-3-86820-149-9, Seite Vorwort.