zimmern

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[Bearbeiten] zimmern (Deutsch)

[Bearbeiten] Verb

  Person Wortform
Präsens ich zimmere
du zimmerst
er, sie, es zimmert
Präteritum ich zimmerte
Partizip II   gezimmert
Konjunktiv II ich zimmerte
Imperativ Singular zimmere!
zimmer!
Plural zimmert!
Hilfsverb   haben
Alle weiteren Formen: zimmern (Konjugation)

Worttrennung:

zim·mern, Präteritum: zim·mer·te, Partizip II: ge·zim·mert

Aussprache:

IPA: [ˈʦɪmɐn], Präteritum: [ˈʦɪmɐtə], Partizip II: [ɡəˈʦɪmɐt]
Hörbeispiele: —, Präteritum: —, Partizip II:

Bedeutungen:

[1] transitiv: aus Holz (zusammen-)bauen
[2] transitiv, umgangssprachlich, übertragen: herstellen; zusammenbauen
[3] intransitiv: an etwas (hölzernem) bauen, arbeiten
[4] transitiv, Fußball, salopp, übertragen: den Ball kraftvoll ins Tor schießen

Herkunft:

mittelhochdeutsch zimbern, althochdeutsch zimbrōn, zimberōn[1]; siehe auch Zimmer

Sinnverwandte Wörter:

[1, 3] schreinern, tischlern

Oberbegriffe:

[1–2] anfertigen, bauen, fertigen, herstellen

Unterbegriffe:

[1–2] zusammenzimmern, zurechtzimmern

Beispiele:

[1] Särge wurden vor Ort gezimmert und mit dem Flaschenzug hinab gelassen.[2]
[2] In der nächsten Woche wird das Statistische Bundesamt daraus die [] sicher enttäuschend ausfallende - Wachstums-Rechnung zimmern.[3]
[3] Überall wird noch gezimmert und geräumt, Spannung liegt in der Luft.[4]
[4] Hamburger Jubel: Ivica Olic hat den Ball unter die Latte gezimmert, die Gastgeber gewinnen 2:1.[5]
[4] Er hat gegen Österreich diesen Freistoß ins Tor gezimmert, dessen Wucht wie ein Statement aussah.[6]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] eine Bank, ein Regal, einen Sarg, einen Stuhl, einen Tisch zimmern

Abgeleitete Begriffe:

Zimmerarbeit, Zimmerei, Zimmerer, Zimmergeselle, Zimmerhandwerk, Zimmerling, Zimmermann, Zimmermeister, Zimmern, Zimmerofen, Zimmerung, Zimmerwerkstatt
verzimmern
gezimmert (→ grobgezimmert, holzgezimmert, rohgezimmert, selbstgezimmert), zimmernd

[Bearbeiten] Übersetzungen

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1–3] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „zimmern
[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „zimmern
[1] canoo.net „zimmern
[1–3] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonzimmern
[1–2] The Free Dictionary „zimmern
[1–3] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7 „zimmern“

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7 „zimmern“
  2. Antje Blinda: Abschiedssalto des Entenwals. Paddeln im Geirangerfjord. In: Spiegel Online. 25. Januar 2005, ISSN 0038-7452 (URL, abgerufen am 23. November 2011).
  3. fr-aktuell.de vom 8. Januar 2005, zitiert nach Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonzimmern
  4. Brigitte Schmiemann: Schauen, schlemmen, schlendern. In: Welt Online. 20. Januar 2005, ISSN 0173-8437 (URL, abgerufen am 23. November 2011).
  5. Das schönste Tor. Nordderby in der Bundesliga. In: sueddeutsche.de. 23. November 2008, ISSN 0174-4917 (URL, abgerufen am 23. November 2011).
  6. Holger Gertz: Die Kraft kommt aus der Mitte. In: sueddeutsche.de. 24. Juni 2008, ISSN 0174-4917 (URL, abgerufen am 23. November 2011).

Ähnliche Wörter:

Zimmern, Simmern, zinnern, zinnen
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