Terrine

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Terrine (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Terrine die Terrinen
Genitiv der Terrine der Terrinen
Dativ der Terrine den Terrinen
Akkusativ die Terrine die Terrinen
[1] Suppenterrine
[2, 3] eine Terrine [3] in einer Terrine [2]

Worttrennung:

Ter·ri·ne, Plural: Ter·ri·nen

Aussprache:

IPA: [tɛˈʀiːnə], Plural: [tɛˈʀiːnən]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Terrine (Info), Plural: Lautsprecherbild Terrinen (Info)
Reime: -iːnə

Bedeutungen:

[1] Suppenschüssel, die meist besonders verziert ist, auf einem Fuß/mehreren Füßen steht und einen Deckel hat
[2] (irdene) Form, in der Pasteten zubereitet und serviert werden
[3] Pastete ohne Teigmantel, die direkt in der Form gegart wird

Herkunft:

Terrine wurde während der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts aus dem gleichbedeutenden (mittel-)französischen terrine → fr entlehnt.[1] Bei diesem handelt es sich wahrscheinlich um die Substantivierung des Femininums des altfranzösischen Adjektivs terrin ‚aus Erde, irden‘, woraus sich für terrine eigentlich die Bedeutung ‚irdenes Gefäß‘ ergibt.[1] Dem altfranzösischen Adjektiv liegt das gleichbedeutende vulgärlateinische *terrinus zugrunde, das mittels eines Suffixwechsels aus dem lateinischen terrenus → la hervorgegangen ist.[1] Dieses ist eine Bildung zum lateinischen terra → la ‚Erde‘.[2][3]
Von der Form für die Zubereitung von Pasteten ist deren Bezeichnung auf ihren Inhalt übergegangen (Metonymie).[4]

Synonyme:

[1] Suppenschüssel, Suppenterrine
[2] Terrinenform
[3] Napfpastete, Schüsselpastete

Oberbegriffe:

[1] Geschirr
[2] Kochgeschirr
[3] Pastete, Nahrungsmittel

Unterbegriffe:

[3] Geflügelleberterrine, Kalbsleberterrine, Lachsterrine

Beispiele:

[1] Jacob servierte die Hühnersuppe in einer Terrine.
[1] Rainer sammelt Terrinen mit Blumendekor.
[2] „Diese Pasteten werden größtenteils ohne Butterteig in einer besonderen Terrine gefertigt, damit sie länger aufzubewahren sind.“[5]
[3] „Tadellose Terrinen setzen die höheren Weihen der Kochkunst voraus: p[r]äziseste Arbeit und exakteste Garzeiten, geschmackliche Komposition und ansehnliche Präsentation.“[6]
[3] „Da sie keinen Teigmantel besitzen, der Flüssigkeit aufsaugen kann, sind Terrinen besonders saftig.“[7]

Wortbildungen:

Terrinendeckel, Terrinenform

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Terrine
[1] Duden online „Terrine
[1] The Free Dictionary „Terrine
[1] wissen.de – Lexikon „Terrine
[1] wissen.de – Wörterbuch „Terrine
[1, 2] Brockhaus-Enzyklopädie in vierundzwanzig Bänden. Neunzehnte, völlig neu bearbeitete Auflage. Zweiundzwanzigster Band: Tep–Ur, F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 1993, ISBN 3-7653-1122-7, DNB 931298822, „Terrine“, Seite 20.
[1–3] Christoph Gutknecht: Pustekuchen! Lauter kulinarische Wortgeschichten. C.H. Beck oHG, München 2002, ISBN 3-406-47621-X, „Terrine“, Seite 233.
[1, 3] Wikipedia-Artikel „Terrine
[1, 3] Wahrig Fremdwörterlexikon „Terrine“ auf wissen.de
[3] Wikipedia-Artikel „Pastete
[*] canoo.net „Terrine
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonTerrine

Quellen:

  1. 1,0 1,1 1,2 Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, „Terrine“, Seite 1426.
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2011, ISBN 978-3-11-022364-4, DNB 1012311937, „Terrine“, Seite 914.
  3. Wahrig Herkunftswörterbuch „Terrine“ auf wissen.de.
  4. Christoph Gutknecht: Pustekuchen! Lauter kulinarische Wortgeschichten. C.H. Beck oHG, München 2002, ISBN 3-406-47621-X, „Terrine“, Seite 233 f.
  5. Anna Halm: Neues bewährtes Kochbuch für die gewöhnliche und feinere Küche. Salzwasser Verlag, 2009, ISBN 978-3861951421, Seite 51 (Google Books).
  6. Eckart Witzigmann: Highlights. Nikol Verlagsgesellschaft, Hamburg, Seite 42.
  7. Terrine, Napfpastete, Schüsselpastete. Abgerufen am 17. September 2013.

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