Fug

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Fug (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Fug
Genitiv des Fugs
des Fuges
Dativ dem Fug
dem Fuge
Akkusativ den Fug

Worttrennung:

Fug, kein Plural

Aussprache:

IPA: [fuːk], Genitiv: [fuːɡəs]
Hörbeispiele: —
Reime: -uːk

Bedeutungen:

[1] in etwa: „Sinn“, „Schicklichkeit“

Herkunft:

Es stammt vom mittelhochdeutschen vuoc und bedeutet(e) ursprünglich Recht, Zuständigkeit (Wahrig, Etymologisches Lexikon).
Interessanterweise ist die Negation dieses Wortes, also Unfug, im deutschen Sprachgebrauch um ein Vielfaches häufiger in Gebrauch, als eben die Normalform Fug. Im Alltag findet es meist nur als Wortbestandteil (z.B. in Befugnis) und in der Redewendung „mit Fug und Recht“ (eigentlich also ein Hendiadyoin) Verwendung.

Synonyme:

[1] Berechtigung, Sinn, Schicklichkeit, Sitte, Brauch

Gegenwörter:

[1] Unfug

Beispiele:

Ein bekanntes Zitat, in welchem von „Fug“ die Rede ist, stammt von Wau Holland, einem der Mitbegründer des Chaos Computer Club; in einem Interview mit der Schweizer „Sonntags Zeitung“ ließ er, Bezug nehmend auf die Aktivitäten von Hackern, verlauten: „Wir machen das Gegenteil von grobem Unfug. Wir machen feinen Fug.“
Ein weiterer Aphorismus zu diesem Thema:
Wussten Sie schon,
dass Unfug und Unrecht
mit Fug und Recht
bestraft werden? [Werner Mitsch (*1936), deutscher Aphoristiker]

Redewendungen:

[1] mit Fug und Recht

Wortbildungen:

[1] Befugnis, befugt, füglich, sich fügen

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Unfug
[1] Duden online „Fug
[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Fug

Ähnliche Wörter:

Bug, feg, Flug, Fuge, Fügung, Fuß, Fut, Zug