mit knapper Not

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mit knapper Not (Deutsch)[Bearbeiten]

Redewendung[Bearbeiten]

Nebenformen:

seltener: mit genauer Not

Worttrennung:

mit knap·per Not

Aussprache:

IPA: [mɪt ˌknapɐ ˈnoːt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild mit knapper Not (Info)

Bedeutungen:

[1] nur mit Mühe; gerade noch

Synonyme:

[1] seltener: mit genauer Not

Sinnverwandte Wörter:

[1] mit Ach und Krach, mit Müh und Not, um Haaresbreite

Beispiele:

[1] „»Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen.« Er lauert in allen Ecken auf uns, und wenn er hervorbricht und wir ihm mit knapper Not entgehen, so wird man beglückwünscht.“[1]
[1] „Ehe drei Jahre um sind, ist der behäbige Wohlstand des Kleinbürgers zerschlagen, hat die Mutter sich im Gefängnis erhängt, hat die jüngere Tochter ihren jungen Gatten verloren, ist der Vater mit knapper Not dem Todesurteil entronnen, ist, was von der Familie noch übrig ist, in alle Winde zerstreut, verfolgt, verachtet und friedlos.“[2]
[1] „Deutlich wie damals hörte dieser im Sinnen die hohe und erzene Stimme, die zu ihm gesprochen: »Fortan sollst du Jisrael heißen« — woraufhin er den Inhaber dieser besonderen Stimme aus seinen Armen entlassen hatte, so daß er denn hoffentlich mit knapper Not noch mochte zur Zeit gekommen sein…“[3]
[1] „Das Lenkrad entriß sich Burres Händen; ich vermied mit knapper Not, mir den Schädel am Wagendach einzustoßen.“[4]
[1] „Zur gleichen Zeit war er mit knapper Not dem Tod entgangen.“[5]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] der Gefahr/dem Tod/einem Unglück mit knapper Not entgehen/entrinnen; mit knapper Not einer Bedrohung entgehen; mit knapper Not die Bahn/den Bus erreichen

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Not
[1] The Free Dictionary „Not
[1] Duden online „Not
[1] Redensarten-Index „mit knapper Not
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Wörterbuch der deutschen Sprache. In zehn Bänden. 3., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. 6. Band Lein–Peko, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 1999, ISBN 3-411-04793-3, DNB 965409120, Stichwort »Not«, Seite 2755.
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Stichwort »Not«, Seite 1216.
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Buch der Zitate und Redewendungen. 2. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-71802-3, Stichwort »Mit«, Seite 544.
[*] Hans Schemann: Deutsche Idiomatik. Wörterbuch der deutschen Redewendungen im Kontext. 2. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2011, ISBN 978-3-11-021788-9, Stichwort »Not«, Seite 584.
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Redewendungen. Wörterbuch der deutschen Idiomatik. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4., neu bearbeitete und aktualisierte Auflage. Band 11, Dudenverlag, Berlin/Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04114-5, Stichwort »Not«, Seite 538.

Quellen:

  1. Hans Thoma: Im Winter des Lebens. Aus acht Jahrzehnten gesammelte Erinnerungen. Eugen Diederichs, Jena 1919, Seite 138 (Zitiert nach www.zeno.org).
  2. Friedrich Sieburg: Robespierre. Societäts-Verlag, Frankfurt am Main 1935, Seite 59 (Zitiert nach Google Books).
  3. Thomas Mann: Joseph und seine Brüder. Sonderausgabe, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1975, ISBN 3-10-348104-7, Seite 70 (Zitiert nach Google Books).
  4. Stefan Heym: Erzählungen. 1. Auflage. Buchverlag Der Morgen, Berlin 1976, Seite 202 (Zitiert nach Google Books).
  5. Bandi; mit einem Vorwort von Thomas Reichart und einem Nachwort von Do Hee-Yoon: Pandämonium. [30. Dezember 1995]. In: Denunziation. Erzählungen aus Nordkorea. 4. Auflage. Piper Verlag, München 2017 (Originaltitel: 고발, übersetzt von Ki-Hyang Lee aus dem Koreanischen), ISBN 978-3-492-05822-3, Seite 141.