beitreten

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beitreten (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich trete bei
du trittst bei
er, sie, es tritt bei
Präteritum ich trat bei
Konjunktiv II ich träte bei
Imperativ Singular tritt bei!
Plural tretet bei!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
beigetreten sein
Alle weiteren Formen: Flexion:beitreten

Worttrennung:

bei·tre·ten, Präteritum: trat bei, Partizip II: bei·ge·tre·ten

Aussprache:

IPA: [ˈbaɪ̯ˌtʁeːtn̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild beitreten (Info)

Bedeutungen:

[1] Mitglied einer Personenmehrheit werden (zum Beispiel eines Vereines, einer Partei, Organisation, Glaubensgemeinschaft)
[2] weitere Partei eines bereits bestehenden Vertrages oder Prozessrechtsverhältnisses werden
[3a] jemanden körperlich oder moralisch unterstützen
[3b] eine Ansicht unterstützen

Herkunft:

[1] Ableitung des Verbs treten mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) bei-

Synonyme:

[1] sich anschließen, eintreten, seinen Betritt erklären
[3a] helfen, unterstützen
[3b] zustimmen, befürworten, unterstützen

Gegenwörter:

[1] austreten, kündigen, ausscheiden
[2] austreten, kündigen, ausscheiden
[3] gegenübertreten, entgegentreten

Beispiele:

[1] „Ich kann der Gewerkschaft nicht beitreten.[1]
[1] Ich war nie ein Freund von solchen Veranstaltungen, bei denen doch nichts anderes herauskommt, als daß ein paar vorlaute Leute den Ton angeben und sich geltend zu machen suchen, wollte also anfänglich dem Verein gar nicht beitreten.[2]
[1] »Er habe ihnen ehemals den Rath gegeben,« antwortete der Prinz, »und komme jetzt abermals darauf zurück, daß sie dem Augsburgischen Bekenntnisse beitreten sollten; dann wäre ihnen Hilfe aus Deutschland gewiß.[3]
[2] »Meine Krieger werden euch gegen die andern Stämme beschützen, wenn diese dem Vertrage, welchen ich mit dir geschlossen habe, nicht beitreten sollten.[4]
[2] Anders als der Iran, der dem Atomwaffensperrvertrag beigetreten ist, bedroht Indien keine anderen Staaten mit deren Auslöschung.[5]
[2] Doch er tritt der Klage nicht bei […].[6]
[3a] Der Kapuziner verteidigte sich schlecht, und da der Graf recht hatte, glaubte ich ihm beitreten zu müssen.[7]
[3b] Und in der Tat, wenn wir erfahren, daß in der ausführlichen Beschreibung der Taten und Erlebnisse des großen Seehelden Tromp ausdrücklich der Bravour eines Schiffsleutnants Treuttelfueß gedacht wird, der sich im Jahre 1639 in dem Treffen bei Grevelingen gegen die Spanischen ausgezeichnet hatte, werden wir gewiß der Meinung des Herrn Eusebius beitreten müssen, der dieses »Treuttelfueß« als einen bloßen Druckfehler für Trenttelfuß erklärte.[8]
[3b] »Herr Rechtsanwalt Büffel sowie der Herr Polizeirat, vielleicht auch Frau Polizeirat werden meiner Anschauung beitreten«, sprach er mit einem Wink auf die Gesamten.[9]

Wortbildungen:

[1] Beitritt
[2] Schuldbeitritt

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „beitreten
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „beitreten
[1] canoonet „beitreten
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalbeitreten
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Quellen:

  1. Larissa Reissner, Im Lager der Armut, z.n. Projekt Gutenberg
  2. Ferdinand von Saar, Die Heirat des Herrn Stäudl, zitiert nach Projekt Gutenberg
  3. Friedrich Schiller, Geschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande von der spanischen Regierung, zitiert nach Projekt Gutenberg
  4. Karl may, Satan und Ischariot II, zitiert nach Projekt Gutenberg
  5. Die Welt - online, 24. April 2006, Kirstin Wenk, Deutsches Dilemma um Indiens Atom
  6. Die Welt - online, 8. Juli 1999 "Wir wollen einen Wettbewerbs-Föderalismus"
  7. Casanova, Erinnerungen, Sechsundzwanzigstes Kapitel, zitiert nach Projekt Gutenberg
  8. Franz Dingelstedt, Die neuen Argonauten, zitiert nach Projekt Gutenberg
  9. William Makepeace Thackeray, Jahrmarkt der Eitelkeit, zitiert nach Projekt Gutenberg

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: betreten