Palermo

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Palermo (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n, Toponym[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ (das) Palermo
Genitiv (des Palermo)
(des Palermos)

Palermos
Dativ (dem) Palermo
Akkusativ (das) Palermo
[1] die Kathedrale von Palermo

Anmerkung zum Artikelgebrauch:

Der Artikel wird gebraucht, wenn „Palermo“ in einer bestimmten Qualität, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitabschnitt als Subjekt oder Objekt im Satz steht. Ansonsten, also normalerweise, wird kein Artikel verwendet.

Worttrennung:

Pa·ler·mo, kein Plural

Aussprache:

IPA: [paˈlɛʁmo]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Palermo (Info)

Bedeutungen:

[1] Hauptstadt der italienischen Region Sizilien und der Provinz Palermo

Herkunft:

Der älteste Name der Stadt kam aus der phönizisch-punischen Sprache und lautete ZizBlume.“[1] Der heutige Name geht auf altgriechisch Πάνορμος (Panormos) → grc, einer Substantivierung zum Adjektiv πάνορμος (panormos) → grcbequem zum Anlegen, bequem zum Landen“, einer Derivation des Substantivs ὅρμος (Hormos) → grcAnkerplatz, Reede, Hafen“ mit dem Präfix παν- (pan) → grc, gebildet aus der sächlichen Form πᾶν (pan) → grc des Adjektives πᾶς (pas) → grcganz, gesamt“.[2] Nach der römischen Eroberung 254 v. Chr. erhielt die Stadt den lateinischen Namen Panormus → la. Vom Jahre 827 bis 1071 hatte sie den arabischen Namen بَلَرْم (Balharm) → ar. In der normannischen Ära entwickelte sich der Name weiter zu Balermus bis zur heutigen modernen Form Palermo.[3]

Oberbegriffe:

[1] Hauptstadt, Stadt

Beispiele:

[1] Die Phönizier gründeten Palermo im 8. Jh. v.Chr., von Mauern umgeben wurde es im 5. Jh. v. Chr., doch Bedeutung erlangte die Stadt erst, nachdem die Araber sie 831 zur Hauptstadt ihres sizilischen Reichs gemacht hatten.[4]
[1] Einst hatte Palermo unter den normannischen Königen ebenfalls eine fein ausziselierte Hofkultur besessen. … Mit Konstanze und ihrem Gefolge erhielt der Hof in Palermo nun neue kulturelle Impulse.[5]
[1] Ein leichter Wind kräuselte die Wellen des Meeres bei Palermo, streichelte die silbergrauen Blätter der Olivenbäume an der Autobahn, die an der Küste entlang den Flughafen mit der Stadt verbindet.[6]
[1] Wir haben Richard-Strauss-Jahr und ausgerechnet Palermo profiliert sich frühzeitig mit einer Ausgrabung: dem weitgehend unbekannten Frühwerk "Feuersnot".[7]
[1] Denn pünktlich zu Ostern fallen die Studienreisenden, die deutschen zumal, im chaotischen Palermo ein, einer Stadt, die langsam vor sich hinzusterben scheint und doch lebendiger wird von Tag zu Tag.[8]

Wortbildungen:

PalermerPalermerin, palermisch/palermitanisch

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Palermo
[1] canoo.net „Palermo
[1] Duden online „Palermo
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonPalermo
[1] wissen.de – Lexikon „Palermo

Quellen:

  1. Palermo. Italien-Aktuell.info, abgerufen am 6. März 2014.
  2. J.M. Stowasser, M. Petschening und F. Skutsch: Stowasser: Lateinisch - deutsches Schulwörterbuch. Verlag Hölder-Pichler-Tempsky, Wien 2008, ISBN 978-3-230-03319-2 (Gebundene Ausgabe, 608 Seiten), Seiten 587, 605, Einträge „ὅρμος, πάνορμος“.
  3. Italienischer Wikipedia-Artikel „Palermo“ (Stabilversion).
  4. Brigit Carnabuci: Sizilien. griechische Tempel, römische Villen, normannische Dome und barocke Städte im Zentrum des Mittelmeeres. DuMont Reiseverlag, 1998, ISBN 9783770143856, Seite 249 (zitiert nach Google Books).
  5. Olaf B. Rader: Friedrich II. Der Sizilianer auf dem Kaiserthron. 4. Auflage. C.H.Beck, 2013, ISBN 9783406616761, Seite 234f (zitiert nach Google Books).
  6. Birgit Schönau: Geschichte der Mafia: Al-Kaida Nostra. In: Zeit Online. Nummer 20/2012, 13. Mai 2012, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 6. März 2014).
  7. Udo Badelt: "Feuersnot" von Richard Strauss: Liebesgrüße aus Sizilien. In: Zeit Online. 28. Januar 2014, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 6. März 2014).
  8. Tips Und Trips: Palermo: Jugendstil in der Stadt der Normannen. In: Zeit Online. Nummer 15/1982, 9. April 1982, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 6. März 2014).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Salerno
Anagramme: polarem