obligat

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obligat (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
obligat obligater am obligatesten
Alle weiteren Formen: Flexion:obligat

Anmerkung:

Die Steigerung von obligat ist nicht sehr häufig, kommt aber vor.

Worttrennung:
ob·li·gat, Komparativ: ob·li·ga·ter, Superlativ: am ob·li·ga·tes·ten

Aussprache:
IPA: [obliˈɡaːt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild obligat (Info)
Reime: -aːt

Bedeutungen:
[1] dazugehörig
[2] ironisch: immer wieder zugleich geschehend
[3] Musik: als Begleitstimme selbstständig geführt und deshalb nicht weglassbar

Herkunft:
im 16. Jahrhundert von lateinisch obligātus → la entlehnt, Partizip Perfekt zu obligare → la „anbinden, verbinden; verpflichten“[1]

Synonyme:
[1] notwendig, unerlässlich, obligatorisch, verbindlich
[2] üblich, unvermeidlich

Gegenwörter:
[1] fakultativ, möglich
[2] vermeidbar

Beispiele:
[1] Es war der obligate Ablauf einer derartigen Veranstaltung.
[1] Neben jener ausnahmsweisen Rolle hat aber doch der Schatten auch eine weit wichtigere und obligatere Rolle in der nachalexandrinischen Kunst gespielt.[2]
[2] Leider kam dann wieder die obligat ausschweifende Rede des Vorsitzenden.
[3] Sonate für zwei Flöten und obligates Cembalo.

Wortbildungen:
[1] obligatorisch, Obligation, Obligationär, Obligatorium, Obligo

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[2, 3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „obligat
[*] canoonet.eu „obligat
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonobligat
[1, 2] The Free Dictionary „obligat

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „obligat“, Seite 661.
  2. Historische Grammatik der bildenden Künste: aus dem Nachlass herausgegeben von Karl M. Swoboda und Otto Pächt, Alois Riegl. Abgerufen am 18. Mai 2016.