agn

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agn (Färöisch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Unbestimmt Bestimmt Unbestimmt Bestimmt
Nominativ agn agnið øgn øgnini
Akkusativ
Dativ agni agninum øgnum øgnunum
Genitiv agns agnsins agna agnanna

Aussprache:

IPA: [aɡn], Plural: [œɡn]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] Köder

Herkunft:

Das in allen nordischen Sprachen vorkommende (gemeinnordische) Wort stammt direkt von altnordisch agn „Lockspeise, Köder“. Die weitere Etymologie ist germanisch *agna-, *agnam, „Lockspeise“, indogermanisch *ak-, *ok-, „scharf, spitz, kantig, Stein“.[Quellen fehlen]

Synonyme:

[1] biti (Bissen)

Unterbegriffe:

[1] z.B. fiskaagn (Fisch als Köder), fjarðaragn (Köder, der im Fjord verwendet wird), foragn (Köder aus dem Vorderteil eines Fischs), fuglaagn (Vogel(stück) als Köder), gágguagn (Wellhornschnecke als Köder), línuagn (Köder in der Leinenfischerei), sildaagn (Hering als Köder)

Beispiele:

[1] sild til agns - Hering als Köder

Redewendungen:

[1] eymur er maður, agn sparir - „elendig ist der Mann, der am Köder spart“ (ohne Einsatz kein Gewinn)
[1] har eru mangir murtur um agnið - „da sind viele winzig kleine Seelachse um den Köder“ (viele Hunde streiten sich um den Knochen)
[1] hann verður ikki fiskaður við ongum agni - „er lässt sich nicht ohne Köder fangen“ (er lässt sich nicht betrügen)

Wortbildungen:

z.B. agngágga (Wellhornschnecke), agnhald (der Haken am Fischhaken), agnsild (Hering als Köder), agnskerari (jemand (an Bord eines Fischerboots), der Köder herstellt)

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Annfinnur í Skála, Jonhard Mikkelsen: Føroysk-ensk orðabók. Sprotin, Vestmanna 2007, ISBN 978-99918-44-86-2, „agn“, Seite 9.