Iris

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Iris (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural 1 Plural 2 Plural 3
Nominativ die Iris die Iris die Iriden die Irides
Genitiv der Iris der Iris der Iriden der Irides
Dativ der Iris den Iris den Iriden den Irides
Akkusativ die Iris die Iris die Iriden die Irides
[1] anatomischer Aufbau eines Auges

Worttrennung:

Iris, Plural 1: Iris, Plural 2: Iri·den, Plural 3: Iri·des

Aussprache:

IPA: [ˈiːʀɪs]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Iris (Info)

Bedeutungen:

[1] Medizin (Plural: Iris oder [selten] Iriden, Irides): Regenbogenhaut
[2] Botanik (Plural: Iris): Schwertlilie (Trivialname der Arten aus der Gattung der Schwertlilien (Iris)[1]
[3] griechische Mythologie (kein Plural): geflügelte Götterbotin (als Verkörperung des Regenbogens)

Herkunft:

Alle drei Bedeutungen sind schon im altgriechischen Ἶρις (Ĩris) → grc – dem Namen der Götterbotin – bzw. ἶρις (ĩris) → grc – für „Regenbogen“ und andere Farbkreise, wie die „Regenbogenhaut“, aber auch zur Bezeichnung einer Lilienart – enthalten. Für das Lateinische ist Īris → la bzw. īris → la belegt. Im 19. Jahrhundert wurde das medizinisch- bzw. botanisch-lateinische Wort aus der Wissenschaftssprache in die deutsche Allgemeinsprache übernommen.[2][3][4][5][6][7]

Synonyme:

[1] Regenbogenhaut
[2] Schwertlilie, wissenschaftlich: Iris

Gegenwörter:

[3] Hermes

Oberbegriffe:

[1] Auge, Anatomie
[2] Botanik, Pflanze
[3] Mythologie

Beispiele:

[1] Die Färbung der Iris ist ein wichtiges individuelles Erkennungsmerkmalen eines Menschen und ist sogar im Personalausweis vermerkt.
[1] „Außerdem war die Iris braun.“[8]
[2] Die Blüten der Iris gehören zu den imposantesten Formen der Natur.
[2] (Plural) Iris sind eine in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel heimische Gattung der Schwertliliengewächse mit ca. 300 Arten, die nach ihren Überdauerungsorganen in Zwiebel- und Rhizom-Iris unterteilt werden.[1]
[3] In der Vorstellung der alten Griechen konnte Iris auch Winde erzeugen.

Wortbildungen:

[1] irisieren, Iritis

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1–3] Wikipedia-Artikel „Iris
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Iris
[1, 2] canoo.net „Iris
[1, 2] Duden online „Iris_Pflanze_Auge
[3] Duden online „Iris_Vorname_Goetterbotin

Quellen:

  1. 1,0 1,1 Stichwort „Iris“ in: Herder-Lexikon der Biologie. Spektrum Akademischer Verlag GmbH, Heidelberg 2003. ISBN 3-8274-0354-5.
  2. Duden online „Iris_Pflanze_Auge
  3. Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, digitalisierte und aufbereitete Ausgabe basierend auf der 2., im Akademie-Verlag 1993 erschienenen Auflage. Stichwort „Iris“.
  4. Henry George Liddell, Robert Scott, revised and augmented throughout by Sir Henry Stuart Jones with assistance of Roderick McKenzie: A Greek-English Lexicon. Clarendon Press, Oxford 1940. Stichwort „Ἶρις“.
  5. Wilhelm Pape, bearbeitet von Max Sengebusch: Handwörterbuch der griechischen Sprache. Griechisch-deutsches Handwörterbuch. Band 1: Α–Κ, Band 2: Λ–Ω. 3. Auflage, 6. Abdruck, Vieweg & Sohn, Braunschweig 1914. Stichwort „ἶρις“.
  6. Karl Ernst Georges: Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch: „1. Iris“ (Zeno.org)
  7. Karl Ernst Georges: Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch: „2. iris“ (Zeno.org)
  8. Jóanes Nielsen: Die Erinnerungen. Roman. btb Verlag, München 2016, ISBN 978-3-442-75433-5, Seite 321. Original in Färöisch 2011, Übersetzung der dänischen Ausgabe von 2012.

Substantiv, f, Vorname[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ (die) Iris die ?
Genitiv (der Iris)
Iris’
der ?
Dativ (der) Iris den ?
Akkusativ (die) Iris die ?
siehe auch: Grammatik der deutschen Namen

Worttrennung:

Iris

Aussprache:

IPA: [ˈiːʀɪs]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Iris (Info)

Bedeutungen:

[1] weiblicher Vorname

Herkunft:

[1] Entweder abgeleitet vom altgriechischen ἶρις (ĩris) → grc (siehe oben) oder vom Pflanzennamen Iris (siehe unten)

Bekannte Namensträger: (Links führen zur Wikipedia)

[1] Iris Berben, Iris Wittig

Beispiele:

[1] Iris hat vier uneheliche Kinder.

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Iris
[1] Walter Burkart: Neues Lexikon der Vornamen. Lübbe, Bergisch Gladbach 1993, ISBN 3-404-60343-5 (Lizenzausgabe), „Iris“, Seite 207.
[1] Duden online „Iris_Vorname_Goetterbotin

Substantiv, f[Bearbeiten]

Anmerkung zur biologischen Taxonomie:

Nach den Regeln des ICBN und des ICZN sind alle biologischen Taxa nach den lateinischen Sprachregeln zu behandeln. Eine Deklination von Art- oder Gattungsnamen ist im allgemeinen Sprachgebrauch unüblich. Ab dem Klassifikationsniveau der Familie aufwärts ist eine Deklination der Lemmata möglich. International gültige Ausspracheregeln existieren nicht. Im Deutschen werden biologische Taxa in der Regel wie lateinische Fremdwörter behandelt.

Bedeutungen:

[1] botanisch-taxonomisch: Gattung der Iridaceae, „Schwertlilien“
[2] botanisch-taxonomisch: Untergattung von [1]
[3] botanisch-taxonomisch: Sektion von [1] und [2]

Herkunft:

nach der griechischen Göttin des Regenbogens „Iris“ (siehe oben), wegen des Farbenreichtums der Pflanzen[1]

Synonyme:

[1] Schwertlilien

Oberbegriffe:

[1–3] Irideae, Iridoideae, Iridaceae, Asparagales, Magnoliopsida, Spermatophytina, Tracheophyta, Plantae, Eucaryota

Unterbegriffe:

[1] Iris ([2]), Limniris, Nepalensis, Hermodactyloides, Scorpiris, Xiphium
[2] Iris ([3]), Hexapogon, Oncocyclus, Psammiris, Pseudoregelia, Regalia
[3] Iris versicolor u.a.

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1–3] Wikipedia-Artikel „Schwertlilien
[1–3] Wikispecies-Eintrag „Iris
[1–3] Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. Genehmigte Lizenzausgabe für Nikol Verlagsgesellschaft. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7, DNB 974410284; Seite 310, Eintrag „Iris“

Quellen:

  1. nach: Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. Genehmigte Lizenzausgabe für Nikol Verlagsgesellschaft. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7, DNB 974410284; Seite 310, Eintrag „Iris“