Fassade

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Fassade (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Fassade die Fassaden
Genitiv der Fassade der Fassaden
Dativ der Fassade den Fassaden
Akkusativ die Fassade die Fassaden
[1] Fassade von Schloss Aulendorf
[1] die Fassade eines Stadthauses

Worttrennung:

Fas·sa·de, Plural: Fas·sa·den

Aussprache:

IPA: [faˈsaːdə], Plural: [faˈsaːdn̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Fassade (österreichisch) (Info), Plural: Lautsprecherbild Fassaden (österreichisch) (Info)
Reime: -aːdə

Bedeutungen:

[1] Vorderansicht eines Gebäudes
[2] sichtbare, äußere Seite, das Äußere
[3] Informatik: Entwurfsmuster, das eine häufig benötigte Untermenge an Funktionalität eines Subsystems umfasst

Herkunft:

im 17. Jahrhundert (heutige Form 18. Jahrhundert) von französisch façade → fr entlehnt, das seinerseits auf italienisch facciata → it zurückgeht[1]

Unterbegriffe:

[1] Außenfassade, Doppelfassade, Glasfassade, Häuserfassade, Kirchenfassade, Lochfassade

Beispiele:

[1] Die Fassaden wurden zur 100 Jahrfeier des Ortes alle erneuert.
[1] „Ehe sie das Haus betritt, wandert ihr Blick an der Fassade hoch.“[2]
[1] „Für die Fassaden stellt sich Kister eine Holzfront und farbige Elemente, etwa bunte Fensterläden, vor.“[3]
[2] Hinter der frommen Fassade verbirgt sich ein kleines Teufelchen.
[2] Ich würde gerne hinter ihre Fassade schauen.
[2] „Von der Volkskirche ist heute bestenfalls noch die Fassade übrig: wir gehen zu Weihnachten, Hochzeiten und Beerdigungen in die Kirche, aber sonst?“
[2] Frauen im Libanon kleiden sich modern und wirken selbstbewusst. Doch trotz der modernen Fassade ist der Libanon auch eine sehr patriarchalische Gesellschaft: Frauen sind alles andere als gleichberechtigt.[4]

Wortbildungen:

Fassadengestaltung


Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Fassade
[3] Wikipedia-Artikel „Fassade_(Entwurfsmuster)
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Fassade
[1, 2] canoo.net „Fassade
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonFassade

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Fassade“, Seite 277f.
  2. Reinhard Kaiser: Eos' Gelüst. Roman. Schöffling & Co., Frankfurt/Main 1995, ISBN 3-89561-060-7, Seite 122.
  3. Ulrike Knöfel: Nie wieder Schlamm-Camp. In: DER SPIEGEL. Nummer Heft 52, 2015, Seite 136-137 Zitat: Seite 136.
  4. Birgit Kaspar/Anne Gassen: Frauenrechte im Libanon. Libanesische Frauen sehen modern aus, müssen aber immer noch nach alten Regeln leben. Die Gesellschaft erwartet, dass die Familie für sie an erster Stelle steht. Dadurch haben sie schlechtere Karrierechancen als Männer. In: Deutsche Welle. 20. Juli 2010 (URL, abgerufen am 28. Januar 2016).