Arktogäa

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Arktogäa (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Arktogäa

Genitiv der Arktogäa

Dativ der Arktogäa

Akkusativ die Arktogäa

[1] zur Arktogäa gehören die violett, grün, orange und rot gefärbten Gebiete

Worttrennung:

Ark·to·gäa, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈaʁktoˌɡɛːa]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Zoogeografie: das Asien, Europa, Afrika, die arabische Inselwelt, Indien, Hinterindien und Nordamerika umfassende zoogeografische Gebiet

Herkunft:

Neologismus (sprachliche Neubildung) aus altgriechisch ἄρκτος (Arktos) → grc „Norden“ und γαῖα (gaia) → grcErde, das Land“ nach der Göttin Gäa, altgriechisch Γαῖα (Gaia) → grc, der Mutter der Erde in der griechischen Antike[1]

Gegenwörter:

[1] Neogäa, Notogäa

Oberbegriffe:

[1] Gebiet, biogeografische Region

Unterbegriffe:

[1] Meronyme (Teile) der Region Arktogäa: Holarktis (Nearktis, Paläarktis), Paläotropis (Äthiopis, Madagassis, Orientalis)

Beispiele:

[1] Huxley nimmt an, dass die Landfauna sich ursprünglich auf zwei grosse Ländergebiete verteilt habe, und bezeichnet das eine der Nordhemisphäre angehörende als Arktogäa, das andere südhemisphärische als Notogäa.[2]
[1] Die Arktogäa wird der Neogäa (Neotropis) und der Notogäa (Australis) gegenübergestellt.[3]
[1] Diese Arktogäa enthält, wie sie die Hauptmasse des Festlandes darstellt, so die Hauptmasse der Landtiere, auch der Säugetiere.[4]
[1] Alle Ordnungen sind hier vertreten bis auf die Beutel- und Kloakentiere; die Arktogäa muß daher als die Heimat und Bildungsstätte der höheren Säugetiere betrachtet werden.[4]
[1] Deshalb sind nur wenige Formen bis Südafrika vorgedrungen, und die heutige reiche Tierwelt des großen Kontinents drang erst, als die syrische Brücke gangbar wurde, mit ihren zahllosen Scharen von der Arktogäa herein.[5]

Wortbildungen:

[1] arktogäisch

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 139

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 139
  2. Willi Ule: Grundriss der Allgemeinen Erdkunde (German Edition). Adamant Media Corporation, 2001, ISBN 0-5439-3721-6, Seite 292.
  3. Robert Pies-Schulz-Hofen: Die Tierpflegerausbildung. 3. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2004, ISBN 3-8304-4134-7, Seite 173.
  4. 4,0 4,1 Alfred Edmund Brehm, William Marshall, Friedrich Hempelmann: Brehms Tierleben: Allgemeine Kunde des Tierreichs. Bibliographisches Institut, 1912, Seite 44.
  5. Johannes Walther: Geschichte der Erde und des Lebens. Leipzig 1908, Seite 477.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Aktograf