roden

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roden (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb, transitiv[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich rode
du rodest
er, sie, es rodet
Präteritum ich rodete
Konjunktiv II ich rodete
Imperativ Singular rode!
rod!
Plural rodet!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
gerodet haben
Alle weiteren Formen: Flexion:roden

Worttrennung:

ro·den, Präteritum: ro·de·te, Partizip II: ge·ro·det

Aussprache:

IPA: [ˈʀoːdn̩], Präteritum: [ˈʀoːdətə], Partizip II: [ɡəˈʀoːdət]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild roden (Info), Präteritum: —, Partizip II:
Reime: -oːdn̩

Bedeutungen:

[1] einen Wald durch Fällen der Bäume und Ausgraben der Wurzeln urbarmachen
[2] einen Baum fällen und seinen Stumpf ausgraben
[3] landschaftlich: einen Weinberg tief umgraben

Herkunft:

im 13. Jahrhundert von mittelniederdeutsch roden entlehnt,[1] im Ablaut zu mittelhochdeutsch riuten, reuten, abgeleitet von altnordisch ryddja „säubern, aufräumen“, verwandt sind altenglisch aryddan → en „entfernen“, englisch get rid of → en „entfernen“ und niederländisch rooien → nl „entwurzeln, roden“[2]

Beispiele:

[1] „Ist eine Konzession vollständig, darf gerodet werden, um den Boden für Plantagen zu bereiten - allerdings nur mit Maschinen.“[3]
[2]
[3]

Wortbildungen:

Rodung, brandroden

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1–3] Duden online „roden
[1, 2] Wikipedia-Artikel „roden
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „roden
[1, 2] canoo.net „roden
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonroden
[1, 2] The Free Dictionary „roden

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „roden“, Seite 768f.
  2. M. Phillippa et al (2003-2009) Etymologisch Woordenboek van het Nederlands, Eintrag „rooien“
  3. Nils Klawitter: Zertifizierte Zerstörung. In: DER SPIEGEL. Nummer Heft 1, 2016, Seite 67-67, Zitat: Seite 67.