orientalisch

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orientalisch (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
orientalisch orientalischer am orientalischsten
Alle weiteren Formen: Flexion:orientalisch
[1] ein Geschäft in einem orientalischen Basar

Worttrennung:

ori·en·ta·lisch, Komparativ: ori·en·ta·li·scher, Superlativ: am ori·en·ta·lischs·ten

Aussprache:

IPA: [oʀi̯ɛnˈtaːlɪʃ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild orientalisch (Info)
Reime: -aːlɪʃ

Bedeutungen:

[1] den Orient, die Orientalen betreffend, aus dem Orient stammend

Herkunft:

Lehnwort aus dem Lateinischen vom Adjektiv orientalis → lamorgenländisch[1]

Synonyme:

[1] morgenländisch, östlich

Gegenwörter:

[1] abendländisch, okzidental, okzidentalisch, westlich

Unterbegriffe:

[1] levantinisch, vorderorientalisch

Beispiele:

[1] Orientalisch oder blumig, ledrig oder frisch, für Damen oder Herren: Der angesehene Duftkritiker Luca Turin hat seine Lieblingsparfums in Listen aufgeführt.[2]
[1] Nach und nach entdeckte sie auch die andern Vorteile des orientalischen Tanzes.[3]
[1] Vor allem in den großen Städten Nordeuropas arbeiten sich Amateure von A bis Z durch Ottolenghis Kochbücher – anfangs ein bisschen stutzig über orientalische Zutaten wie Sumach, Za’atar oder Granatapfelsirup, später restlos hingerissen.[4]
[1] Hauptanziehungspunkt und glanzvoller Spiegel maurischer Baukunst sind ohne Zweifel die Königsstädte Marrakesch, Fes, Meknes und Rabat, deren architektonische Pracht und filigrane Schönheit ein unvergessliches Erlebnis bieten. In aller orientalischen Üppigkeit reisen Sie hier von Glanzpunkt zu Glanzpunkt.[5]
[1] Usbekistan ist orientalisch, ist russisch und indisch und chinesisch: Einflüsse vieler Kulturen prägen das Leben im Land.[6]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] attributiv: orientalische Region; orientalischer Basar, Duft, Ritus, Stil; orientalisches Gedicht, Märchen
[1] adverbial: orientalisch aussehend, beeinflußt, behandelt, gekleidet, geprägt, gestaltet, inspiriert

Wortbildungen:

Orientalismus, vorderorientalisch

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „orientalisch
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „orientalisch
[1] canoo.net „orientalisch
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonorientalisch
[1] The Free Dictionary „orientalisch
[1] Duden online „orientalisch
[1] wissen.de – Wörterbuch „orientalisch
[1] Wahrig Fremdwörterlexikon „orientalisch“ auf wissen.de

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 973, Eintrag „orientalisch“.
  2. Rabea Weihser: Diese Parfums sind riechenswert. Duft-Empfehlungen. In: Zeit Online. 5. Dezember 2012, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 23. November 2014).
  3. Margrit Sprecher: Orientalischer Tanz: Jede ihre eigene Göttin. In: Zeit Online. Nummer 31/2012, 1. August 2012, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 23. November 2014).
  4. Ilka Piepgras: Der Koch der Stunde. Yotam Ottolenghi. In: Zeit Online. Nummer ZEIT Magazin Nr. 38/2014, 25. September 2014, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 23. November 2014).
  5. Olav Clemens: Marokko – Faszination Orient. In: Zeit Online. 23. November 2014, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 23. November 2014).
  6. Benjamin Dürr: Usbekistan: Samarkand, der Spiegel der Welt. In: Zeit Online. 13. Mai 2009, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 23. November 2014).