nutzen

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nutzen (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich nutze
du nutzt
er, sie, es nutzt
Präteritum ich nutzte
Konjunktiv II ich nutzte
Imperativ Singular nutze!
Plural nutzt!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
genutzt haben
Alle weiteren Formen: Flexion:nutzen

Worttrennung:

nut·zen, Präteritum: nutz·te, Partizip II: ge·nutzt

Aussprache:

IPA: [ˈnʊt͡sn̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild nutzen (Info)
Reime: -ʊt͡sn̩

Bedeutungen:

  • transitiv:
[1] einen Gegenstand gebrauchen oder diesen zu Hilfe nehmen, um ein Ziel zu erreichen; etwas in Anspruch nehmen

Herkunft:

althochdeutsch: nuzzôn und nuzjan, mittelhochdeutsch: nutzen und nützen, belegt seit dem 9. Jahrhundert[1]

Unterbegriffe:

[1] abnutzen, ausnutzen, benutzen, nachnutzen, übernutzen, umnutzen

Beispiele:

[1] Sabine nutzt täglich den Bus, um ohne Stress zur Arbeit zu kommen.
[1] Herberts Garten kann nicht nur zur Erholung, sondern auch zum Gemüseanbau genutzt werden.
[1] Das Angebot, bei den Schmidts im Auto mitzufahren, sollten wir nutzen.
[1] „Verstärkt genutzt werden könnten Blogs, Foren und Soziale Netzwerke.“[2]
[1] „Der schneereiche Winter [Anmerkung: 2018/2019] hat nichts genutzt. Obwohl sich auf dem Dachsteingletscher der Schnee an manchen Stellen acht Meter hoch türmte, wird der Gletscher in diesem Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter schmelzen. So wie jedes Jahr seit 1981.“[3]

Redewendungen:

[1] „Nutze den Tag!“ (Carpe Diem!)

Wortbildungen:

Nutz, Nutzanwendung, nutzbar, Nutzbau, Nutzeffekt, Nutzen, Nutzer, Nutzfahrzeug, Nutzfisch, Nutzfläche, Nutzgarten, Nutzholz, Nutzkilometer, Nutzkosten, Nutzland, Nutzlast, Nutzleistung, Nützling, nutznießen, Nutznießer, Nutzpflanze, Nutzraum, Nutzrecht, Nutzsignal, Nutztier, Nutzung, Nutzvieh, Nutzwert, Nutzwild

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „nutzen, nützen
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „nutzen
[1] canoonet „nutzen
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalnutzen

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „Nutzen“.
  2. Jochen A. Bär, Thomas Niehr: Alternativen zum Elfenbeinturm. Die Linguistik will stärker in die Öffentlichkeit hineinwirken. In: Sprachreport. Nummer Heft 1-2, 2013, Seite 2-5, Zitat Seite 5.
  3. Edmund Brandner: Oberösterreich – "Der Gletscher auf dem Dachstein ist schon verloren". nachrichten.at, OÖ. Online GmbH & Co.KG., Linz, Österreich, 18. Juli 2019, abgerufen am 24. Juli 2019 (Deutsch).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: nützen