gravis

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gravis (Latein)[Bearbeiten]

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Adjektiv[Bearbeiten]

Nominativ Singular und Adverbia
Steigerungsstufe m f n Adverb
Positiv gravis gravis grave graviter
Komparativ gravior gravior gravius gravius
Superlativ gravissimus gravissima gravissimum gravissimē
Alle weiteren Formen: Flexion:gravis

Worttrennung:

gra·vis, gra·ve

Aussprache:

IPA: []
Hörbeispiele: Lautsprecherbild gravis (klassisches Latein) (Info)

Bedeutungen:

[1] eigentlich vom Gewicht: schwer
[2] übertragen: wichtig, schwerwiegend (bedeutend), beschwerlich, groß, stark, „schlecht
[3] insbesondere von Personen: ernst, würdevoll, streng

Herkunft:

seit Plautus bezeugtes Erbwort aus dem uritalischen *gʷra(w)u-, das sich seinerseits auf das indogermanische *gʷreh₂-u- ‚schwer‘ zurückführen lässt; etymologisch verwandt mit oskisch bravús → osc sowie urverwandt mit sanskritisch गुरु (guru-) → sa, altgriechisch βαρύς (barys) → grc, lettisch grūts → lv, gotisch 𐌺𐌰𐌿𐍂𐌾𐍉𐍃 (kaurjos) → got, tocharisch B krāmär und tocharisch A krāmärts[1]

Gegenwörter:

[?] levis

Beispiele:

[2] Plurimum potest consuetudo, quae si gravis est, alit vitium. (Seneca)[2]
Viel vermag die Gewohnheit, wenn sie stark ist, nährt die sie Schwäche.
[2] Leve aes alienum debitorem facit, grave inimicum. (Seneca)[3]
Geringe Schulden machen einen Schuldner, große einen Feind.

Sprichwörter:

[2] Omne principium grave – aller Anfang ist schwer.

Wortbildungen:

gravare, gravedo, gravidus, gravitas, gravitus, graviter, gravescere, gravitudo
pergravis, praegravis, semigravis

Entlehnungen:

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1–3] Karl Ernst Georges: Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. 8. Auflage. Hannover 1913 (Nachdruck Darmstadt 1998): „gravis“ (Zeno.org)

Quellen:

  1. Michiel de Vaan: Etymological Dictionary of Latin and the other Italic Languages. 1. Auflage. Brill, Leiden, Boston 2008, ISBN 978-90-04-16797-1 (Band 7 der Leiden Indo-European Etymological Dictionary Series), Seite 272.
  2. Lucius Annaeus Seneca: De ira 2, 20, 2
  3. Lucius Annaeus Seneca: Epistulae morales 19, 11