gedenken

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gedenken (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich gedenke
gedenk
du gedenkst
er, sie, es gedenkt
Präteritum ich gedachte
Konjunktiv II ich gedächte
Imperativ Singular gedenke!
Plural gedenkt!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
gedacht haben
Alle weiteren Formen: Flexion:gedenken

Worttrennung:

ge·den·ken, Präteritum: ge·dach·te, Partizip II: ge·dacht

Aussprache:

IPA: [ɡəˈdɛŋkn̩], Präteritum: [ɡəˈdaχtə], Partizip II: [ɡəˈdaχt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild gedenken (Info), Präteritum: —, Partizip II:

Bedeutungen:

[1] mit Genitiv: die Erinnerung an jemand oder etwas pflegen, wachhalten
[2] etwas beabsichtigen, planen

Synonyme:

[1] sich erinnern
[2] beabsichtigen, planen, vorhaben

Gegenwörter:

[1] vergessen
[2] unterlassen

Oberbegriffe:

[1] denken

Beispiele:

[1] An Allerheiligen wird der Verstorbenen gedacht.
[1] „Gerne der Zeiten gedenk ich, / da alle Glieder gelenkig / bis auf eins. / Die Zeiten sind vorüber, / steif sind alle Glieder / bis auf eins.“[1]
[2] Wir gedenken, uns dieses Spiel anzusehen.
[2] „Beim Tee unterbrach Carpenter seinen Redeschwall, so daß ihm John endlich die Frage stellen konnte, die ihm die ganze Zeit auf der Zunge lag: wann er denn abzureisen gedenke.“[2]

Wortbildungen:

[1] eingedenk, Gedächtnis, Gedenkartikel, Gedenken, Gedenkfeier, Gedenkgottesdienst, Gedenkmarke, Gedenkmünze, Gedenkstätte, Gedenkveranstaltung

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „gedenken
[1, 2] canoo.net „gedenken
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikongedenken
[1, 2] The Free Dictionary „gedenken
[1, 2] Duden online „gedenken

Quellen:

  1. Oft wohl fälschlich Johann Wolfgang von Goethe zugeschrieben, zum Beispiel in: Helmult Sommerhäuser: Zeitgedanken. Essay. In: Literatur-Werkstatt Hennef (Herausgeber): Alles wird gut. Anthologie 1.0. BoD-Books on Demand, Norderstedt 2015, ISBN 9783734759536, Seite 79 (Google Books, abgerufen am 9. Juli 2015)
  2. Ю́рий Серге́евич Рытхэ́у (Juri Rytchëu): Traum im Polarnebel. Unionsverlag, Zürich 1991 (Originaltitel: Сон в начале тумана (Son v načale tumana), übersetzt von Arno Specht (aus dem Russischen)), ISBN 978-3-293-20351-8, Seite 353, DNB 994359659 (Lizenz: Verlag Volk und Welt, Berlin 1973)