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bedingen

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch

bedingen (Deutsch)

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Person Wortform
Präsens ichbedinge
dubedingst
er, sie, esbedingt
Präteritum ichbedingte
Konjunktiv II ichbedingte
Imperativ Singularbedinge!
beding!
Pluralbedingt!
PerfektPartizip IIHilfsverb
bedingt haben
Alle weiteren Formen: Flexion:bedingen

Anmerkung Flexion:

In seiner Bedeutung [5] ist bedingen ein starkes Verb, hierhin gehören flektierte Formen wie bedungen oder bedänget (siehe Flexion:bedingen).

Worttrennung:

be·din·gen, Präteritum: be·ding·te, Partizip II: be·dingt

Aussprache:

IPA: [bəˈdɪŋən]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild bedingen (Info), Lautsprecherbild bedingen (Info)
Reime: -ɪŋən

Bedeutungen:

[1] etwas zur Folge haben
[2] seltener: etwas als Voraussetzung haben
[3] im Passiv, bedingt sein durch: etwas als Ursache haben
[4] sich gegenseitig bedingen: voneinander abhängen und sich wechselseitig beeinflussen
[5] veraltend: vereinbaren, dass etwas zu einer Bedingung wird

Herkunft:

Derivation (Ableitung) zum Verb dingen mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) be-

Sinnverwandte Wörter:

[1] verursachen, auslösen, hervorrufen
[2] verlangen, voraussetzen
[3] sich auf etwas gründen
[5] abbedingen, ausbedingen

Beispiele:

[1] Der Stau auf der A1 bedingt eine längere Verspätung.
[2] Eine Jahressonderzahlung bedingt überdurchschnittlichen Einsatz.
[3] Die längere Verspätung ist durch den Stau auf der A1 bedingt.
[3] Die Jahressonderzahlung ist durch Ihren überdurchschnittlichen Einsatz bedingt.
[4] Motivation und Erfolg bedingen sich gegenseitig.
[5] Der bedungene Lohn ist der Preis der Arbeit und hängt von den Umständen ab.[1]
[5] „Geht man von dieser typischen Geschäftsgrundlage bei Übergabsverträgen aus, so kann auch eine Erklärung des Übergebers, selbst bei Vorliegen wichtiger Gründe in der Ausgedingewohnung zu bleiben und an Stelle der gemeinsamen Verpflegung Naturalien zu beziehen, nur für jene Fälle gelten, in denen die bedungene Rechtsfolge ausreicht, um durch Verringerung der Berührungspunkte ein unzukömmlich gewordenes Zusammenleben der Vertragspartner erträglich zu gestalten.“[2]
[5] „Wohl dünkt mich’s, was sie bedangen, die dort die Burg mir gebaut.“[3]

Übersetzungen

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[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „bedingen
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalbedingen
[1–4] The Free Dictionary „bedingen
[1, 2] Duden online „bedingen (verursachen, voraussetzen)
[5] Duden online „bedingen_sich_ausbedingen

Quellen:

  1. Das System der technischen Arbeit, Max Kraft, 1902. Abgerufen am 20. August 2015.
  2. Spruch des österreichischen Obersten Gerichtshofs vom 30. Jänner 1980
  3. Richard Wagner: Das Rheingold. Zweite Szene. In: Die Musikdramen. Mit einem Vorwort von Joachim Kaiser. Hoffmann und Campe, Hamburg 1971, Seite 536.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

Anagramme: Gebinden