Shitstorm

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Shitstorm (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Shitstorm die Shitstorms
Genitiv des Shitstorms der Shitstorms
Dativ dem Shitstorm den Shitstorms
Akkusativ den Shitstorm die Shitstorms

Anmerkung:

Das Wort „Shitstorm“ wurde zum Anglizismus des Jahres 2011 und zum Schweizer Wort des Jahres 2012 gekürt.

Worttrennung:

Shit·storm, Plural: Shit·storms

Aussprache:

IPA: [ˈʃɪtˌstɔːm]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] massenhafte, im Internet geäußerte Empörung gegenüber einer Person, Institution oder einem Konzern in Form von Postings, Kommentaren, Blogbeiträgen und so weiter

Herkunft:

Shitstorm geht auf das englische shitstorm → en zurück, das aus den Substantiven shit → en für „Scheiße“ und storm → en für „Sturm“ zusammengesetzt ist.[1]

Synonyme:

[1] Schmähgewitter

Sinnverwandte Wörter:

[1] Anschiss, Empörungswelle

Beispiele:

[1] „Gabriel hatte sich von einem Besuch in Hebron so erschüttert gezeigt, dass er auf Facebook Israel vorwarf, ein Apartheidsystem zu sein. Das hatte einen Shitstorm zur Folge, sodass sich der SPD-Chef genötigt sah, sich zu entschuldigen.“[2]
[1] „Der hohe Redeanteil der ARD-Kommentatoren bei der Olympia-Abschlussfeier hat offenbar viele Zuschauer genervt: Im Netz brach deswegen ein Shitstorm los.“[3]
[1] „Das heutige Prangerstehen heißt »Shitstorm« und spielt sich mit gnadenloser Härte im Internet ab.“[4]
[1] „Ich weiß, mit dem, was ich jetzt schreibe, löse ich aller Voraussicht nach einen Shitstorm aus: Ich habe es probiert, ich habe Wal gegessen.“[5]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Shitstorm
[1] Duden online „Shitstorm
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Shitstorm

Quellen:

  1. Duden online „Shitstorm
  2. Gabriel erntet Shitstorm wegen Israel-Kritik. In: Frankfurter Rundschau (online). 15. März 2012, abgerufen am 26. März 2012.
  3. Steffen Meyer: Shitstorm lässt ARD-Kommentatoren verstummen. In: Golem.de. 13. August 2012, abgerufen am 13. August 2012.
  4. Hellmuth Karasek: Auf Reisen. Wie ich mir Deutschland erlesen habe. Heyne, München 2014, ISBN 978-3-453-41768-7, Seite 101.
  5. Thilo Mischke: Húh! Die Isländer, die Elfen und ich. Unterwegs in einem sagenhaften Land. Ullstein, Berlin 2017, ISBN 978-3-86493-052-2, Seite 68.