Schlaraffenland

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Schlaraffenland (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ das Schlaraffenland

Genitiv des Schlaraffenlandes

Dativ dem Schlaraffenland
dem Schlaraffenlande

Akkusativ das Schlaraffenland

[1] Darstellung des Schlaraffenlandes nach Pieter Brueghel dem Älteren

Worttrennung:

Schla·raf·fen·land, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ʃlaˈʁafn̩ˌlant], [ʃlaˈʁafənˌlant]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] märchenhaftes Land, in dem nach Art der Schlaraffen gelebt wird (Den sich dort aufhaltenden äußerst trägen Leuten flogen nach volkstümlicher Vorstellung z. B. gebratene Tauben und Spezereien im Überfluss in den Mund, es flossen Wein, Milch und Honig; Faulheit und Nichtstun galten als Tugenden, Hässliche und Alte verwandelte ein Jungbrunnen in Schöne beziehungsweise Junge und vieles mehr.)

Herkunft:

[1] Zusammensetzung (Determinativkompositum) aus Schlaraffe, Fugenelement -n und Land; spätmittelhochdeutsch „slūr-affe“, ein Schimpfwort für Faulenzer[1]; im 15. Jahrhundert noch Schluraffenland, später auch Schlaweraffen Landt, Schlauraffenlandt und schließlich Schlarraffenland

Synonyme:

[1] Schlaraffei, Schlaraffen

Sinnverwandte Wörter:

[1] Paradies, Utopie

Gegenwörter:

[1] Hölle

Oberbegriffe:

[1] Märchenland

Beispiele:

[1] Im Vergleich zu meiner Heimat lebt man hier wie im Schlaraffenland.
[1] „Ich trete durch die Tür und komme in ein Schlaraffenland.[2]

Wortbildungen:

[1] schlaraffenländisch

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Schlaraffenland
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Schlaraffenland
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Schlaraffenland
[1] canoonet.eu „Schlaraffenland
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonSchlaraffenland

Quellen:

  1. Duden. Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. 3., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Mannheim/ Leipzig/ Wien/ Zürich 2001. ISBN 3-411-04073-4
  2. Stefan Ulrich: Quatro Stagioni. Ein Jahr im Rom. Ullstein, Berlin 2008, Zitat Seite 183. ISBN 978-3-548-26854-5.