Myostatin

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Myostatin (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ das Myostatin

Genitiv des Myostatins

Dativ dem Myostatin

Akkusativ das Myostatin

[1] übermäßig muskulöses Kalb mit Gendefekt bei der Produktion von Myostatin

Worttrennung:

Myo·s·ta·tin, kein Plural

Aussprache:

IPA: [myostaˈtiːn]
Hörbeispiele:
Reime: -iːn

Bedeutungen:

[1] Entwicklungsbiologie: ein das Wachstum und die Differenzierung der Muskeln hemmendes Protein

Herkunft:

Kunstwort, das aus dem Präfix Myo- in der Bedeutung „Muskel“, abgeleitet von altgriechisch μῦς (mys) → grc „Muskel“,[1] und dem nicht selbstständigen Wort Statin, abgeleitet von altgriechisch στάσις (stásis) → grc „das Stehen, Stillstand“ und dem Suffix -in,[2] gebildet wird

Oberbegriffe:

[1] Protein

Beispiele:

[1] Ein potentes „Sportgen“ wirkt zum Beispiel auf Erythropoietin (Epo) zur Steigerung der Ausdauerleistung, ein anderes auf Myostatin zur Steigerung der Muskelkraft.[3]
[1] Hinter der „Mighty Mouse“ steckte Myostatin, das ist ein Gen respektive Protein, das bei der Entwicklung der Skelettmuskeln mitspielt, es hemmt ihr Wachstum. Deshalb gedeihen sie prächtig, wenn man Myostatin selbst hemmt, Lee hat das 1997 mit Follistatin getan, wieder ein Gen respektive Protein, es bindet an Myostatin, blockiert es.[4]
[1] Bei den besonders fleischigen Rindern fällt die wachstumshemmende Wirkung des Myostatins offenbar aus, weil das zugehörige Gen entscheidend verändert, also mutiert ist.[5]
[1] Noch nie hatte jemand Myostatin mit einer Muskelentwicklungsstörung in Verbindung gebracht.[6]
[1] Nach einer 7-tägigen Einnahme von Epicatechin wurde bei älteren Versuchspersonen eine Zunahme der Griffstärke und eine Verschiebung des Follistatin/Myostatin-Gleichgewichts in Richtung Follistatin beobachtet.[7]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Myostatin
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalMyostatin

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1180, Eintrag "myo-, Myo-"
  2. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 1260, Eintrag "Somatostatin"
  3. Claudia Richter: Der schnelle Sportler aus der Retorte. In: DiePresse.com. 15. November 2010, ISSN 1563-5449 (URL).
  4. Jürgen Langenbach: Gen-Doping: Maus, fast nur Muskel. In: DiePresse.com. 28. August 2007, ISSN 1563-5449 (URL).
  5. Steven Dickman und Hans Schuh: Ein "Schwarzenegger-Gen" fasziniert die Rinderzüchter. Kommt jetzt das Genfleisch?. In: Zeit Online. 3. Oktober 1997, ISSN 0044-2070 (URL).
  6. Jens Uehlecke: Der Doktorvater. In: Zeit Online. 16. März 2010, ISSN 0044-2070 (URL).
  7. Thomas Kampitsch, Christian Zippel: Natural Doping: durch hormonaktive Superfoods. BoD – Books on Demand, 2016, ISBN 9783741228827, Seite 163 (zitiert nach Google Books).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Myostatik, myostatisch