Geburtswehe

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Geburtswehe (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Geburtswehe

die Geburtswehen

Genitiv der Geburtswehe

der Geburtswehen

Dativ der Geburtswehe

den Geburtswehen

Akkusativ die Geburtswehe

die Geburtswehen

[1] eine Frau in Geburtswehen unterstützt von einer Hebamme
[1] ein Wehenschreiber zeichnet Geburtswehen auf

Worttrennung:

Ge·burts·we·he, Plural: Ge·burts·we·hen

Aussprache:

IPA: [ɡəˈbuːɐ̯t͡sˌveːə], [ɡəˈbʊʁt͡sˌveːə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Geburtswehe (Info)

Bedeutungen:

[1] meist im Plural: Kontraktion der Gebärmutter während der Geburt;
[2] figurativ: ein Start, Beginn mit Schwierigkeiten

Herkunft:

[1] Determinativkompositum, zusammengesetzt aus den Substantiven Geburt und Wehe sowie dem Fugenelement -s

Synonyme:

[1] Wehe

Oberbegriffe:

[1] Beschwerde

Unterbegriffe:

[1] Nachwehe

Beispiele:

[1] Geburtswehen treten ab der 37. Schwangerschaftswoche, also nach 8 1/2 Monaten auf.
[1] Durch die Geburtswehen wird das Baby durch den Geburtskanal geschoben.
[1] „Oh, ich glaube, dass sind jetzt Geburtswehen: wir sollten ins Krankenhaus fahren.“
[1] Vom vorzeitigen Blasensprung (engl.: Premature Rupture of Membranes, PROM) spricht man, wenn bereits vor den Geburtswehen Fruchtwasser aufgrund eines Risses in der Amnionhöhle abgeht.[1]
[1] Als Wehencocktail wird eine Mischung aus verschiedenen zum Teil arzneimittelwirksamen Stoffen zur Einleitung der Geburtswehen bezeichnet, die in der Geburtshilfe zum Einsatz kommt.[2]
[1] Bei der Geburt ihrer Tochter im Juni 2011 habe es unerwartete Komplikationen gegeben. Im letzten Moment mit Geburtswehen quer durch die Stadt ins nächste Krankenhaus gefahren werden zu müssen, wäre „der absolute Horror“ gewesen, schreibt [die Fernsehmoderatorin, Schauspielerin und Buchautorin Collien] Ulmen-Fernandes.[3]
[1] Es [das Hormon Oxytocin] hat unter anderem eine Lust steigernde Wirkung und stärkt die Mutter-Kind-Bindung, löst aber auch Geburtswehen aus.[4]
[2] Eine Klage der [Energie-]Konzerne aber ist richtig: Sie machen weniger Gewinn mit ihrem Strom, weil die Preise sinken – und die Nachfrage einbricht. Das sind auch Geburtswehen eines fundamentalen Strukturwandels. Die Zeit des markt- und politikbeherrschenden Stromoligopols in Deutschland geht zu Ende.[5]
[2] Vor 20 Jahren entstand [am 1. Januar 1994] das Deutschlandradio unter heftigen Geburtswehen. Jetzt ist es der meistzitierte Sender der Republik.[6]
[2] Die Geburtswehen der ersten Ausgabe überstanden hat das Magazin "Dummy" aus Berlin. Im Herbst 2003 von den beiden Journalisten Jochen Förster und Oliver Gehrs gegründet, geht "Dummy" mit dem 162 Seiten starken Themenheft "Verbrechen" in die zweite Runde.[7]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] die Geburtswehen haben begonnen, die Geburtswehen haben eingesetzt, in den Geburtswehen liegen
[1, 2] Geburtswehen haben
[1, 2] heftige Geburtswehen, schmerzhafte Geburtswehen, starke Geburtswehen

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Geburtswehe
[*] canoonet „Geburtswehe
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalGeburtswehe
[1] The Free Dictionary „Geburtswehe
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Geburtswehe
[1] dict.cc Englisch-Deutsch, Stichwort: „Geburtswehe

Quellen:

  1. Wikipedia-Artikel „Blasensprung“ (Stabilversion)
  2. Ingrid Gerhard: Geburtshilfe integrativ: konventionelle und komplementäre Therapie. Elsevier, Urban & Fischer, 2005, ISBN 978-3-437565-10-6, Seite 467
  3. Andreas Köhnemann: Die Streitfrage - „Die wundervollste Erfahrung“. Bald könnte es keine Hausgeburten mehr geben – zu hoch wären die Kosten für freie Hebammen. Viele Mütter fänden das schade. In: taz.de. 13. Dezember 2014, ISSN 1434-2006 (URL, abgerufen am 23. Juni 2015).
  4. Andreas Ziemons (mit dpa): Wissen & Umwelt - Hormon Oxytocin macht Männer sensibler. In: Deutsche Welle. 29. April 2010 (URL, abgerufen am 23. Juni 2015).
  5. Ingo Arzt: Kommentar Energieriesen-Krise - Dinosaurier immer trauriger. Die vier großen Stromkonzerne in Deutschland haben die Energiewende verschlafen. Jetzt jammern sie und entlassen massenweise Mitarbeiter. In: taz.de. 14. November 2013, ISSN 1434-2006 (URL, abgerufen am 23. Juni 2015).
  6. Gerda Hollunder: 20 Jahre Deutschlandradio - Das Vereinigungsradio. In: Der Tagesspiegel Online. 22. März 2014 (URL, abgerufen am 23. Juni 2015).
  7. Marcus Bösch: Kultur - "Überdruss am Lifestyle-Quatsch". Medienkrise - welche Medienkrise? Neue Magazine aus Deutschland stapeln sich am Kiosk. DW-WORLD blättert in den schönsten und besten. Naht hier eine neue Gründerzeit?. In: Deutsche Welle. 5. April 2004 (URL, abgerufen am 23. Juni 2015).