Gamprin

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Gamprin (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n, Toponym[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ (das) Gamprin
Genitiv (des Gamprin)
(des Gamprins)

Gamprins
Dativ (dem) Gamprin
Akkusativ (das) Gamprin
[1] Gamprins Wappen

Anmerkung zum Artikelgebrauch:

Der Artikel wird gebraucht, wenn „Gamprin“ in einer bestimmten Qualität, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitabschnitt als Subjekt oder Objekt im Satz steht. Ansonsten, also normalerweise, wird kein Artikel verwendet.

Worttrennung:

Gam·prin, kein Plural

Aussprache:

IPA: []
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Gemeinde in Liechtenstein
[2] Ortsteil der Gemeinde1

Herkunft:

Um 1150 wird der Ort erstmals als camporin erwähnt und taucht bereits 1294 in seiner heutigen Schreibweise Gamprin auf. Zwar kommt es in der Folge zu erweiterten Bildungen wie Gamperin, Gampperin, Gamperen oder Gamperein, diesen Varianten wird jedoch keine große Bedeutung beigemessen. Bei der Deutung des Ortsnamens konkurrieren zwei unterschiedliche Ansätze: Der eine geht davon aus, dass Gamprin aus den keltischen Wörtern cambos (krumm) und Rinos (Rhein) zusammengesetzt ist und demnach für Rheinkrümmung steht; der andere verweist auf das lateinische campus → la (Feld) in der Form camp Rin (Rheinfeld). Bei einem Blick auf den Verlauf des Rheines in der Gegend um Gamprin stellt man jedoch fest, dass dort keine Krümmung zu finden ist, was die erste Erklärung wenig plausibel erscheinen lässt, so dass heute allgemein die zweite Herleitung als die wahrscheinlich richtige gilt.[1]

Gegenwörter:

[2] Bendern

Oberbegriffe:

[1] Unterland, Liechtenstein

Unterbegriffe:

[1] Bendern, Gamprin

Beispiele:

[1] Gamprin befindet sich westlich des Eschnerbergs.
[1] das Gamprin der 50er Jahre
[1] „Am Sonntagnachmittag wurde in Gamprin ein Auto aufgebrochen.“[2]
[2]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1, 2] in Gamprin arbeiten, leben, wohnen

Wortbildungen:

Gampriner, Gamprinerin

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Gamprin

Quellen:

  1. Stricker, Banzer, Hilbe: Die Namen der Gemeinden Gamprin, Schellenberg, Ruggell. In: Lichtensteiner Namenbuch. Die Orts- und Flurnamen des Fürstentums Lichtenstein. 4, Historischer Verein für das Fürstentum Liechtenstein, Vaduz 1999, ISBN 3906393259, Seite 57 (http://www.hvfl.li/dateien/Liechtensteiner%20Namenbuch%20-%20Ortsnamen%20-%20Band%204.pdf, abgerufen am 26. April 2014)
  2. Fahrzeug aufgebrochen. Liechtensteiner Vaterland, 3. Januar 2011, abgerufen am 4. Januar 2011.