Doge

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des Jahres 2011 das Wort der Woche.

Doge (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Doge

die Dogen

Genitiv des Dogen

der Dogen

Dativ dem Dogen

den Dogen

Akkusativ den Dogen

die Dogen

[2] typische Kleidung der Dogen

Worttrennung:

Do·ge, Plural: Do·gen

Aussprache:

IPA: [ˈdoːʒə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Doge (Info)
Reime: -oːʒə

Bedeutungen:

[1] Titel des Staatsoberhaupts (unter anderem) der ehemaligen Republiken Venedig und Genua
[2] Staatsoberhaupt dieser ehemaligen Republiken, Träger des Titels

Herkunft:

Das Wort Doge geht auf das venezianische doge → vecHerzog‘ zurück.[1] Ihm liegt ducem, der Akkusativ des lateinischen Substantivs dux → laFührer‘, zugrunde. Über das französische doge → fr gelangte das Wort ins Deutsche.[2]

Oberbegriffe:

[1] Herrscher, Staatsoberhaupt

Beispiele:

[1]
[2] „Die Worte des Dogen reizten den Thronräüber [sic!] zum wildesten Haß gegen den jungen Alerius.“[3]
[2] „In diese Klasse hast du dich gestellt;
Denn dieser Sache ganzer Hergang zeigt,
Daß du auf gradem und auf krummem Wege
Recht eigentlich getrachtet nach dem Leben
Des Angeklagten; und so unterliegst du
Der Strafe jetzt, die ich vorher bezeichnet.
Drum wirf dich vor dem Dogen auf die Knie.“[4]

Wortbildungen:

Dogaressa, Dogenmütze, Dogenpalast

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Wikipedia-Artikel „Doge
[1, 2] Dieter Baer und wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion; Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 2. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2000, ISBN 3-411-04162-5, „Doge“, Seite 353
[2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Doge
[2] The Free Dictionary „Doge
[*] canoo.net „Doge
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonDoge

Quellen:

  1. Dieter Baer und wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion; Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 2. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2000, ISBN 3-411-04162-5, „Doge“, Seite 353
  2. Boris Paraschkewow: Wörter und Namen gleicher Herkunft und Struktur, unter „Dux“, Seite 78
  3. Friedrich Emanuel von Hurter: Geschichte Papst Innocenz des dritten und seiner Zeitgenossen, Erster Band, 3. Auflage, 1841, Seite 683
  4. W. Shakespeare’s dramatische Werke, Zweiter Band, 1838, Seite 98

Ähnliche Wörter:

Dogge, Droge, Loge