Urbar
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[Bearbeiten] Urbar (Deutsch)
[Bearbeiten] Substantiv, n
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | das Urbar | die Urbare |
| Genitiv | des Urbars des Urbares |
der Urbare |
| Dativ | dem Urbar dem Urbare |
den Urbaren |
| Akkusativ | das Urbar | die Urbare |
Silbentrennung:
- Ur·bar, Plural: Ur·ba·re
Aussprache:
- IPA: [ʊʁˈbaːɐ̯], Plural: [ʊʁˈbaːʀə]
- Hörbeispiele: —, Plural: —
Bedeutungen:
- [1] Verzeichnis über Besitzrechte eines Grundherrn und Leistungen seiner Grunduntertanen
Herkunft:
- Verbbildung zu althochdeutsch urberan, mittelhochdeutsch erbern „hervorbringen“; hatte im Mittelhochdeutschen (dort noch vorwiegend feminin) die weiteren Bedeutungen „Aufbringung“, „ertragbringendes Grundstück“, „ertragbringendes Geschäft oder Gewerbe“[1]. Durch die Latinisierung zu Urbarium verschob sich die Betonung auf das a (volksetymologische Anlehnung an lateinisch urbs → la).
Synonyme:
- [1] Güterverzeichnis
Beispiele:
- [1] Zahlreiche, vor allem im Rheinland gelegene Orte, werden im Prümer Urbar zum ersten Mal schriftlich dokumentiert.[2]
Abgeleitete Begriffe:
[Bearbeiten] Übersetzungen
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Urbar (Verzeichnis)“
- [1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Urbar“
Quellen:
- ↑ siehe Grimm unter „Referenzen“
- ↑ Wikipedia: Prümer Urbar (Liste der Autoren)
[Bearbeiten] Substantiv, n, Toponym
| Kasus | Singular | Plural | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nominativ | (das) Urbar | die Urbars | |||||||
| Genitiv | (des) Urbars | der Urbars | |||||||
| Dativ | (dem) Urbar | den Urbars | |||||||
| Akkusativ | (das) Urbar | die Urbars | |||||||
Anmerkung zum Artikelgebrauch:
- Der Artikel wird gebraucht, wenn „Urbar“ in einer bestimmten Qualität, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitabschnitt als Subjekt oder Objekt im Satz steht.
Silbentrennung:
- Ur·bar, Plural: selten: Ur·bars
Aussprache:
- IPA: [ˈuːɐ̯baːɐ̯]
- Hörbeispiele: —
Bedeutungen:
- [1] Geografie: Name zweier Gemeinden in Rheinland-Pfalz
Herkunft:
- Urbar bei Koblenz wurde im Jahr 1167 als „Overware“ ersterwähnt, was „überfahren“ bedeutet. Dies deutet auf eine alte Fährverbindung zur gegenüberliegenden Rheinseite nach Koblenz-Neuendorf hin. Diese Rheinfähre ist neben dem Signum des Kurfürsten und Erzbischofs von Trier (Rotes Kreuz auf weißem Grund) auf dem Urbarer Wappen abgebildet.
Beispiele:
- [1] Nirgendwo findet man die devonischen Schichten in ihrer ursprünglichen horizontalen Lagerung, wie sie für Meeressedimente selbstverständlich ist. Zwischen Ehrenbreitstein und Urbar trifft man sie in fast senkrechter Stellung an. In anderen Aufschlüssen erkennt man deutliche große Falten und kleine Fältelungen. ...[1]
- [1] „Ehrenbreitstein hatte von 1836 bis 1937 einen Stadtbürgermeister. Der Stadt waren angeschlossen die Gemeinden Pfaffendorf, Horchheim, Arzheim, Arenberg, Immendorf, Niederberg mit Neudorf und Urbar.“[2]
Bekannte Namensträger: (Links führen zur Wikipedia)
[Bearbeiten] Übersetzungen
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Urbar“
Quellen:
- ↑ Hans Bellinghausen (Hrsg.): 2000 Jahre Koblenz. Geschichte der Stadt an Rhein und Mosel. Boldt, Boppard am Rhein 1971, ISBN 3-7646-1556-7, Seite 9 f.
- ↑ Willi K. Michels, Gustav Ferrari: Ehrenbreitstein. Dähler Rückblicke und Ausblicke. Geschichten und Geschichtchen. Druckerei Harald Wiegand, Ehrenbreitstein ohne Jahr (2003), S. 13.
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