versündigen

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versündigen (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich versündige
du versündigst
er, sie, es versündigt
Präteritum ich versündigte
Konjunktiv II ich versündigte
Imperativ Singular versündig!
versündige!
Plural versündigt!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
versündigt haben
Alle weiteren Formen: Flexion:versündigen

Worttrennung:
ver·sün·di·gen, Präteritum: ver·sün·dig·te, Partizip II: ver·sün·digt

Aussprache:
IPA: [fɛɐ̯ˈzʏndɪɡn̩]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:
[1] reflexiv: ein religiöses/moralisches Gesetz missachten, was zu Lasten eines Betroffenen oder einer Sache geht

Herkunft:
Derivation (Ableitung) zum Verb sündigen mit dem Derivatem ver-[1]

Sinnverwandte Wörter:
[1] fehlen, freveln, missachten, schädigen, sich schuldig machen, übertreten, verstoßen

Beispiele:
[1] „Wenn Kinder gegen ihre Eltern ungehorsam sind, so versündigen sie sich gegen das 4. Gebot; sie versündigen sich gegen ihre Eltern und gegen Gott.“ (1854)[2]
[1] „Aus dem Eigenlobe, womit du dich wider Gott versündigst, entsteht bald ein ander Laster, nämlich die Verachtung deines Nächsten, über welchen du dich erhebst, und an ihn gröblich versündigst.“ (1860)[3]
[1] „Nicht der Gedanke an die geschichtliche Schuld im Verhältnis der Deutschen zu den Polen hat ihn um den Schlaf gebracht, sondern allein die Sorge, sich ‚zu versündigen‘ an den Deutschen, die dort drüben nicht bleiben wollen.“[4]
[1] „Wir versündigen uns an der Natur und merken gar nicht. wie sich die Natur allmählich zu rächen beginnt.“[5]

Charakteristische Wortkombinationen:
[1] sich an/gegen/wider jemanden/etwas versündigen

Wortbildungen:
Versündigung

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „versündigen
[1] canoonet „versündigen
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „versündigen
[1] The Free Dictionary „versündigen
[1] Duden online „versündigen

Quellen: