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niederträchtig

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch

niederträchtig (Deutsch)

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Positiv Komparativ Superlativ
niederträchtig niederträchtiger am niederträchtigsten
Alle weiteren Formen: Flexion:niederträchtig

Worttrennung:

nie·der·träch·tig, Komparativ: nie·der·träch·ti·ger, Superlativ: am nie·der·träch·tigs·ten

Aussprache:

IPA: [ˈniːdɐˌtʁɛçtɪç], [ˈniːdɐˌtʁɛçtɪk]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild niederträchtig (Info), Lautsprecherbild niederträchtig (Info)

Bedeutungen:

[1] auf bewusste Weise böse, hinterlistig, boshaft

Herkunft:

Das Adjektiv gehört seit dem 15. Jahrhundert zum Standardwortschatz und leitet sich vom mittelhochdeutschen nidertrehtic → gmh, nidertrechtic → gmh herablassend, zu mittelhochdeutsch sich tragen, sich benehmen (also sich nach unten benehmend) ab. Im 16. Jahrhundert kommt auch hochträchtig im Sinne von hochfahrend dazu. Im 18. Jahrhundert verschlechtert sich die Bedeutung zu sittlich gemein und gering geschätzt, verächtlich. Hierzu entsteht dann die Rückbildung als Substantiv Niedertracht.[1][2]

Synonyme:

[1] boshaft, infam, schändlich, gemein, ruchlos, böswillig, hämisch, sardonisch, schadenfroh, sadistisch, maliziös, fies, schuftig, kaltherzig, herzlos, arglistig, hinterlistig, durchtrieben

Beispiele:

[1] Das ist nichts als die niederträchtige Verleumdung eines niederträchtigen Burschen.

Wortbildungen:

Niedertracht, Niederträchtigkeit
niederträchtigerweise

Übersetzungen

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[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „niederträchtig
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „niederträchtig
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalniederträchtig
[1] The Free Dictionary „niederträchtig

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat und Mitarbeiter der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 2. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Wien/Zürich 1989, ISBN 3-411-02176-4, Seite 1077
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2011, ISBN 978-3-11-022364-4, DNB 1012311937, Seite 655, unter niederträchtig