Kandidat

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Kandidat (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Kandidat

die Kandidaten

Genitiv des Kandidaten

der Kandidaten

Dativ dem Kandidaten

den Kandidaten

Akkusativ den Kandidaten

die Kandidaten

Nicht mehr gültige Schreibweisen:

Candidat

Worttrennung:

Kan·di·dat, Plural: Kan·di·da·ten

Aussprache:

IPA: [kandiˈdaːt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Kandidat (Info)
Reime: -aːt

Bedeutungen:

[1] Person, die für etwas zur Auswahl steht

Herkunft:

von lateinisch candidatus → la im 16. Jahrhundert entlehnt; zum Adjektiv candidus → la ‚glänzend weiß‘ gebildet; zum Verb candere → laglänzen, schimmern‘; ein Amtsbewerber trug eine kreideweiße Toga während der Bewerbung (toga candida)[1][2], vergleiche Kandelaber

Synonyme:

[1] Anwärter, Bewerber, Teilnehmer

Sinnverwandte Wörter:

[1] Aspirant

Weibliche Wortformen:

[1] Kandidatin

Unterbegriffe:

[1] Ersatzkandidat, Gegenkandidat, Kanzlerkandidat, Landtagskandidat, Löschkandidat, Notariatskandidat, Kompromisskandidat, Planetenkandidat, Präsidentschaftskandidat, Spitzenkandidat, Todeskandidat, Überraschungskandidat, Wunschkandidat
[1] von Organisationen: AfD-Kandidat, CDU-Kandidat, CSU-Kandidat, FDP-Kandidat, FPÖ-Kandidat, ÖVP-Kandidat, SPD-Kandidat, SPÖ-Kandidat, US-Vize-Kandidat

Beispiele:

[1] Herr Müller war zuvor noch nie Kandidat in einer Spielshow.
[1] Die beiden Kandidaten für die Aushilfsstelle haben beide ausgezeichnete Referenzen vorgelegt.
[1] „Bevor er vom Examinator aufgerufen wurde, war er, mit dem Zylinder eines anderen Kandidaten auf dem Kopfe, durch die Korridore spaziert und hatte den Pedell erschreckt.“[3]
[1] „Der Nubier war ein idealer Kandidat für die Liga gegen Imperialismus.“[4]
[1] „Aber ich war von Anfang an ein unsicherer Kandidat.“[5]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] Kandidaten für das Amt des …, Kandidaten für die Wahl zum …

Wortbildungen:

Substantive: Kandidatenanforderung, Kandidatenliste, Kandidatenturnier, Kandidatur
Verb: kandidieren

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Kandidat
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Kandidat
[*] canoonet „Kandidat
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalKandidat
[1] The Free Dictionary „Kandidat
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Die deutsche Rechtschreibung. In: Der Duden in zwölf Bänden. 25. Auflage. Band 1, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2009, ISBN 978-3-411-04015-5, „Kandidat“, Seite 598

Quellen:

  1. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, Seite 386.
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 Seite 465.
  3. Erich Kästner: Fabian. In: Kästner für Erwachsene 3. Deutscher Bücherbund, Stuttgart/München ohne Jahr, Seite 7-201, Zitat Seite 42, Erstdruck 1931.
  4. Robert Baur: Blutmai. Roman. Gmeiner, Meßkirch 2018, ISBN 978-3-8392-2290-4, Seite 85.
  5. Ulla Hahn: Wir werden erwartet. Roman. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2017, ISBN 978-3-421-04782-3, Seite 228.