Grabenbruch

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Grabenbruch (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Grabenbruch die Grabenbrüche
Genitiv des Grabenbruches
des Grabenbruchs
der Grabenbrüche
Dativ dem Grabenbruch
dem Grabenbruche
den Grabenbrüchen
Akkusativ den Grabenbruch die Grabenbrüche
[1] Ein Grabenbruch entsteht durch Plattentektonik.
[1] Grabenbruch in Island
[1] Teil des Großen Afrikanischen Grabenbruchs aus dem All u. a. mit dem 1.470 m tiefen Tanganjikasee

Worttrennung:

Gra·ben·bruch, Plural: Gra·ben·brü·che

Aussprache:

IPA: [ˈɡʁaːbn̩ˌbʁʊx]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Grabenbruch (Info), Lautsprecherbild Grabenbruch (Info)

Bedeutungen:

[1] Geologie: Verwerfung/Absenkung in der Erdkruste

Herkunft:

Determinativkompositum (Zusammensetzung) aus den Substantiven Graben und Bruch

Synonyme:

[1] Riftzone

Sinnverwandte Wörter:

[1] Falte, Riss, Spalte, Verschiebung

Beispiele:

[1] „Grabenbrüche entstehen dann, wenn die kontinentale Erdkruste durch verschiedene Ursachen gedehnt wird.“[1]
[1] „Was aber ermöglicht dennoch die Ausbildung von Grabenbrüchen und die Trennung von Kontinenten?“[2]
[1] „Grabenbrüche sind Risse in der äußeren Erdschicht, die anwachsen und schließlich neue Ozeane formen können.“[3]
[1] „Ein riesiger Grabenbruch hätte vor rund einer Milliarde Jahren nahezu den nordamerikanischen Kontinent entzweit. Doch er blieb stecken.“[3]
[1] „Der Grabenbruch liegt mehrheitlich unter dicken Sedimenten verborgen, was seine Erforschung erschwert.“[3]
[1] „Tektonische Seen wie der Vansee entstanden durch Dehnung der Erdkruste und dadurch auftretende Risse und Grabenbrüche, z. B. der Baikalsee.“[4]
[1] [Kenia:] „»Hier am afrikanischen Grabenbruch sind die Bedingungen für die Geothermie optimal«, sagt Langat.“[5]
[1] [Kenia:] „Die Lage des Landes entlang des ostafrikanischen Grabenbruchs, der durch die Abspaltung der arabischen Erdplatte von der afrikanischen entstand, und die vulkanische Aktivität der Region bieten gute Bedingungen für die Nutzung von Erdwärme.“[6]
[1] „Der isländische Silfra-Grabenbruch gehört zu den klarsten Gewässern der Welt.“[7]
[1] „Die Olkaria-Erdwärmekraftwerke in Kenia liegen im Rift Valley, einem langen Grabenbruch in der Erdkruste, der vom Libanon bis Mosambik reicht.“[8]
[1] „Das Arava-Tal, dass sich im syrisch-afrikanischen Grabenbruch ungefähr vom Toten Meer bis zum Roten Meer erstreckt, ist eine reine Wüstenlandschaft.“[9]
[1] „In der ersten Phase bildet sich durch Dehnung der Kruste ein Grabenbruch, vergleichbar jenem in Ostafrika, der sich mit einer Rate von unter einem Zentimeter pro Jahr weitet.“[10]
[1] „Das Jordantal ist eine der ältesten Kulturregionen der Welt und es ist geologisch einmalig: Vor 20 Millionen Jahren begannen sich zwei gewaltige Erdkrustenschollen voneinander zu lösen, es entstand der tiefste Grabenbruch der Erde. Der Spiegel des Toten Meeres, in das der Jordan mündet, ist mit rund 416 Metern die tiefstgelegene Stelle der Erdoberfläche.“[11]
[1] „Zudem ist die Mondkruste an vielen Stellen zertrümmert, eine Folge der vielen Einschläge. Im Ozean der Stürme gibt es gewaltige Grabenbrüche in der Kruste, durch die viel Lava aus dem Mondinnern an die Oberfläche gestiegen ist.“[12]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] mit Adjektiv: afrikanischer / isländischer / oberrheinischer / ostafrikanischer Grabenbruch

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Grabenbruch
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Grabenbruch
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache – Korpusbelege [public] Referenz- und Zeitungskorpora (frei) „Grabenbruch
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalGrabenbruch
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Grabenbruch
[*] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Grabenbruch
[1] Duden online „Grabenbruch
[*] Wahrig Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „Grabenbruch“ auf wissen.de

Quellen:

  1. Uschi Götz: Gedankenblitze von Manfred Rommel – Hafenstadt mit Meerblick? Freiburg!. In: Deutschlandradio. 18. Juli 2016 (Deutschlandfunk Kultur/Berlin, Sendereihe: Länderreport, URL, abgerufen am 23. Mai 2023).
  2. Daniel Lingenhöhl: Plattentektonik – Geteiltes Afrika?. In: Spektrum der Wissenschaft Online. 13. Januar 2005, ISSN 0170-2971 (URL, abgerufen am 23. Mai 2023).
  3. 3,0 3,1 3,2 Jessica Marshall: Plattentektonik – Nordamerikas gebrochenes Herz. In: Spektrum der Wissenschaft Online. 2. Januar 2014, ISSN 0170-2971 (URL, abgerufen am 23. Mai 2023).
  4. Wikipedia-Artikel „See“ (Stabilversion), abgerufen am 23. Mai 2023.
  5. Jens Thurau: Afrika – Kenias Geothermie-Pläne: Mit Wasserdampf in die Zukunft. In: Deutsche Welle. 8. Oktober 2017 (URL, abgerufen am 23. Mai 2023).
  6. Energie – Scholz macht sich für größere Nutzung von Geothermie stark. In: Deutsche Welle. 6. Mai 2023 (URL, abgerufen am 23. Mai 2023).
  7. Tauchen zwischen Erdplatten. In: Deutsche Welle. 27. Oktober 2016 (URL, abgerufen am 23. Mai 2023).
  8. Energie aus der Tiefe der Erde. In: Deutsche Welle. 9. März 2010 (URL, abgerufen am 23. Mai 2023).
  9. Gretel Rieber: In Harmonie mit der Umwelt. In: Deutschlandradio. 20. Dezember 2007 (Deutschlandfunk/Köln, URL, abgerufen am 23. Mai 2023).
  10. Lars Fischer: Grabenbrüche – Kontinente zerreißen wie Brotteig. In: Spektrum der Wissenschaft Online. 19. Juli 2016, ISSN 0170-2971 (URL, abgerufen am 23. Mai 2023).
  11. Gretel Rieber: Wo Palmen ihre Fächer öffnen. In: Deutschlandradio. 5. Mai 2007 (Deutschlandfunk Köln,, URL, abgerufen am 23. Mai 2023).
  12. Dirk Lorenzen: Absturz der GRAIL-Satelliten vor 10 Jahren – Das traurige Ende von Sally Rides‘ Mondflug. In: Deutschlandradio. 17. Dezember 2022 (Deutschlandfunk Köln, Sendereihe: Sternzeit, Text und Audio zum Download, Dauer 02:32 mm:ss, URL, abgerufen am 23. Mai 2023).
  13. Englischer Wikipedia-Artikel „rift
  14. Französischer Wikipedia-Artikel „rift
  15. Polnischer Wikipedia-Artikel „dolina ryftowa
  16. Portugiesischer Wikipedia-Artikel „rift
  17. Spanischer Wikipedia-Artikel „rift