Gelegenheit

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Gelegenheit (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Gelegenheit die Gelegenheiten
Genitiv der Gelegenheit der Gelegenheiten
Dativ der Gelegenheit den Gelegenheiten
Akkusativ die Gelegenheit die Gelegenheiten

Worttrennung:

Ge·le·gen·heit, Plural: Ge·le·gen·hei·ten

Aussprache:

IPA: [ɡəˈleːɡn̩haɪ̯t]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Gelegenheit (Info)
Reime: -eːɡn̩haɪ̯t

Bedeutungen:

[1] günstige Aussicht, die im Gegensatz zu einem Risiko steht

Herkunft:

mittelhochdeutsch gelegenheit „Art und Weise, wie etwas liegt, Lage, Stand (der Dinge), angrenzendes Land“[1]
Ableitung zu gelegen und dem Suffix (Derivatem) -heit

Synonyme:

[1] Chance, Möglichkeit

Unterbegriffe:

[1] Arbeitsgelegenheit, Angelegenheit, Einkaufsgelegenheit, Fahrgelegenheit, Geschäftsgelegenheit, Kaufgelegenheit, Mitfahrgelegenheit, Parkgelegenheit, Schlafgelegenheit, Sitzgelegenheit, Spielgelegenheit, Waschgelegenheit, Wohngelegenheit

Beispiele:

[1] Das ist die Gelegenheit, dir etwas zu kaufen.
[1] „Egal, wie einmalig die Gelegenheit erscheinen mag: Kapitalanleger sollten sich auf keinen Fall unter Druck setzen lassen und vorschnell Kaufentscheidungen treffen, bei denen es um viel Geld geht.“[2]
[1] „Rüdin, der den Nationalsozialimus als Gelegenheit genutzt hatte, eugenische und rassenhygienische Gedanken zu verwirklichen, hat wesentlich dazu beigetragen, dass sich Psychiatrie und Humangenetik in den Dienst des nationalsozialistischen Staates stellten.“[3]
[1] „Er schlug Robert eine Besichtigung des Archivs vor, um ihn bei dieser Gelegenheit auch mit den übrigen Mitarbeitern bekannt zu machen.“[4]

Redewendungen:

[1] die Gelegenheit beim Schopf fassen / die Gelegenheit beim Schopfe packen

Sprichwörter:

[1] Gelegenheit macht Diebe

Geflügelte Worte:

[1] die Gelegenheit ist günstig

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] eine gute Gelegenheit, günstige Gelegenheit (Lautsprecherbild Audio (Info)), die Gelegenheit zur Lüge, die Gelegenheit zum Stehlen

Wortbildungen:

Gelegenheitsarbeit, Gelegenheitsdichtung, Gelegenheitsgedicht, Gelegenheitskauf, Gelegenheitsspieler, Gelegenheitstäter

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Gelegenheit
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Gelegenheit
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalGelegenheit
[1] The Free Dictionary „Gelegenheit
[1] Duden online „Gelegenheit
[1] Wahrig Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „Gelegenheit“ auf wissen.de
[*] Wahrig Synonymwörterbuch „Gelegenheit“ auf wissen.de
[1] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Gelegenheit

Quellen:

  1. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Gelegenheit
  2. Mehr Rendite mit Immobilien - Der 10-Punkte-Plan für Kapitalanleger. In: FOCUS Online. ISSN 0943-7576 (URL, abgerufen am 4. Juni 2014).
  3. Heinz Schlott/Rainer Tölle: Geschichte der Psychiatrie. Krankheitslehren, Irrwege, Behandlungsformen. C.H.Beck, München 2006, ISBN 3-406-53555-0, Seite 111
  4. Hermann Kasack: Die Stadt hinter dem Strom. Roman. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-518-39061-9, Seite 74. Entstanden in der Zeit 1942 – 1946.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Entlegenheit, Überlegenheit, Verlegenheit
Anagramme: gegenhielte