Galgen

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Galgen (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Galgen

die Galgen

Genitiv des Galgens

der Galgen

Dativ dem Galgen

den Galgen

Akkusativ den Galgen

die Galgen

[1] Ein Galgen

Worttrennung:
Gal·gen, Plural: Gal·gen

Aussprache:
IPA: [ˈɡalɡn̩], [ˈɡalɡŋ̍]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Galgen (Info)
Reime: -alɡn̩

Bedeutungen:
[1] Vorrichtung zum Vollzug der Todesstrafe durch Erhängen
[2] Vorrichtung, um etwas aufzuhängen, mit ähnlicher Form wie ein Galgen[1]

Herkunft:
von mittelhochdeutsch galge „Galgen“, althochdeutsch galga, galgo „Pfahl, Mast“, germanisch *galgōn „Galgen“, belegt seit dem 8. Jahrhundert[1]

Oberbegriffe:
[1] Hinrichtung, Todesstrafe, Recht

Unterbegriffe:
[1] Kniegalgen, Schnellgalgen
[2] Kesselgalgen, Mikrofongalgen

Beispiele:
[1] Einem Viehdieb drohte im Wilden Westen der Galgen.
[1] „Zeugen der Hinrichtung erklärten, dass die Falltüren unter den Galgen zu klein gewesen seien.“[2]
[1] „Ich stellte mir Arnold und den Galgen vor, doch der Galgen passte nicht zu diesem rothaarigen, sommersprossigen, schalkhaften Arnold.“[3]
[1] „Als ich unter dem Galgen von Los Hermanos aufgewacht war, hatte die Sonne bereits die Hälfte ihres Weges zurückgelegt.“[4]
[1] „Erst im April 1945 ist es den nationalsozialistischen Mördern gelungen, zu beweisen, dass Straßenbahnhaltestellen auch als Galgen benutzt werden können.“[5]
[2] Bitte häng doch mal diese Kabel über den Galgen, damit sie aus dem Weg sind!

Redewendungen:
[1] jemanden an den Galgen bringen

Wortbildungen:
Galgenberg, Galgenfrist, Galgenhumor, Galgenmännchen, Galgenstrick, Galgenvogel

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1, 2] Wikipedia-Artikel „Galgen
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Galgen
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Galgen
[1] canoonet „Galgen
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonGalgen
[1] The Free Dictionary „Galgen

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Galgen“, Seite 326.
  2. E. W. Heine: Kaiser Wilhelms Wal. Geschichten aus der Weltgeschichte. C. Bertelsmann Verlag, München 2013, ISBN 978-3-570-10148-3, Seite 37.
  3. Katja Petrowskaja: Vielleicht Esther. Geschichten. Suhrkamp, Berlin 2014, ISBN 978-3-518-42404-9, Seite 204.
  4. Jan Graf Potocki: Die Handschrift von Saragossa oder Die Abenteuer in der Sierra Morena. Roman. Gerd Haffmans bei Zweitausendeins, Frankfurt/Main 2003, Seite 40. Übersetzung von 1962 des teils französischen (1805-14), teils polnischen Originals (1847).
  5. Heinz Rein: Finale Berlin. Roman. Ullstein, ohne Ortsangabe 2017, ISBN 978-3-548-28730-0, Seite 490. Originalausgabe 1947.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: balgen, Salben