Daddy

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Daddy (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Daddy die Daddys
Genitiv des Daddys der Daddys
Dativ dem Daddy den Daddys
Akkusativ den Daddy die Daddys

Worttrennung:

Dad·dy, Plural: Dad·dys

Aussprache:

IPA: [ˈdɛdi]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Daddy (Info)
Reime: -ɛdi

Bedeutungen:

[1] umgangssprachlich: männlicher Elternteil
[2] umgangssprachlich übertragen: Mann höheren Alters; Mann, der älter als mindestens 40 Jahre ist

Herkunft:

Das Wort in seiner ersten Bedeutung ist nach 1945 aus dem gleichbedeutend englischen daddy → en entlehnt,[1][2][3] seinerseits eine Ableitung zu dad → en,[2] das wohl ein Lallwort aus der Kindersprache ist.[3] Die zweite Bedeutung ist ab 1960 bezeugt und kam zunächst in der bundesdeutschen Soldatensprache auf.[1]

Synonyme:

[1] Vater
[1] umgangssprachlich: Dad, Pa, Papa, Papi, Paps, Vati
[1] umgangssprachlich oft scherzhaft: Senior
[1] umgangssprachlich scherzhaft: alter Herr
[1] umgangssprachlich landschaftlich: Vatl
[1] salopp: Alter
[1] salopp landschaftlich: Oller
[1] landschaftlich, sonst veraltet: Knan / Knän
[2] alter Knacker

Beispiele:

[1] „Daddys Meinung ist eben doch nicht ganz unwichtig.“[4]
[1] „Und dann hieß es, Daddy wäre von euch gegangen und käme nie wieder zurück, und es kommt dir so vor, als wäre beides am selben Tag gewesen.“[5]
[1] „Wie sah im Vergleich zu diesem lebenslang von Daddy finanzierten Dasein eines britischen Gentlemans das eines Mannes wie Alfred Russel Wallace aus?“[6]
[1] „Ich kenne Euch beide schon Euer ganzes Leben, ich habe Deinen Daddy auf dem Arm gehabt und auf meinen Schultern getragen, ihn geküsst und versohlt und zugesehen, wie er laufen lernte.“[7]
[2] „[…] der […] war auch [’]n ekelhafter Typ, son hässlicher alter Daddy […]“[8]
[2] „»Ich gehe nicht in eine gemischte Sauna. Darauf warten die alten Daddys doch nur.«
»Sehen Sie hier irgendetwas, das als alter Daddy durchgehen würde?«
»Wenn ich lange genug suche, treibe ich garantiert einen auf. Für Geld machen die alles.«
»Seien Sie nicht zu sicher. Es gibt ein breites Mittelfeld, so zwischen dem 40. und 70. Geburtstag, da möchten Männer nicht gern als alter Daddy bezeichnet werden.«“[9]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Daddy
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Daddy
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Daddy
[1] Duden online „Daddy
[1] Wahrig Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „Daddy“ auf wissen.de
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Daddy
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalDaddy
[1, 2] Duden, Das große Wörterbuch der deutschen Sprache. 10 Bände auf CD-ROM ; mehr als 200 000 Stichwörter mit rund 90 000 Belegen aus mehreren Hundert Quellen ; vielfältige Recherchemöglichkeiten ; für MS Windows und Apple Macintosh. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2000, ISBN 978-3-411-71001-0, Stichwort »Daddy«.
[1, 2] Heinz Küpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. In: Digitale Bibliothek. 1. Auflage. 36, Directmedia Publishing, Berlin 2006, ISBN 3-89853-436-7, Stichwort »Daddy«.
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0 (CD-ROM-Ausgabe), Stichwort »Daddy«.
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 9. Auflage. Dudenverlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-411-05509-8, Stichwort »Daddy«, Seite 396.

Quellen:

  1. 1,0 1,1 Heinz Küpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. In: Digitale Bibliothek. 1. Auflage. 36, Directmedia Publishing, Berlin 2006, ISBN 3-89853-436-7, Stichwort »Daddy«.
  2. 2,0 2,1 Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0 (CD-ROM-Ausgabe), Stichwort »Daddy«.
  3. 3,0 3,1 Duden online „Daddy
  4. Tanja Dückers: Spielzone. Roman. 1. Auflage. Aufbau-Verlag, Berlin 1999, ISBN 3-351-02858-X, Seite 180 (Zitiert nach Google Books).
  5. Regula Venske: Marthes Vision. Roman. Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 978-3-8218-5783-1, Seite 125.
  6. Tom Wolfe: Das Königreich der Sprache. Karl Blessing Verlag, München 2017 (Originaltitel: The Kingdom of Speech, übersetzt von Yvonne Badal), ISBN 978-3-89667-588-0, Seite 21 (englische Originalausgabe 2016).
  7. James Baldwin: Mein Kerker bebte. Brief an meinen Neffen zum hundertsten Jahrestag der Sklavenbefreiung. In: Derselbe; mit einem Vorwort von Jana Pareigis (Herausgeber): Nach der Flut das Feuer. ›The Fire Next Time‹. Neuübersetzung, 2. Auflage. dtv, München 2020 (Originaltitel: The Fire Next Time, übersetzt von Miriam Mandelkow aus dem amerikanischen Englisch), ISBN 978-3-434-14736-1, Seite 27 (Erstauflage der Neuübersetzung 2019; deutschsprachige Erstveröffentlichung unter dem Titel Hundert Jahre Freiheit ohne Gleichberechtigung bei Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1964; englischsprachige Originalausgabe 1963).
  8. Norbert Schmidt-Relenberg, Hartmut Kärner, Richard Pieper: Strichjungen-Gespräche. Zur Soziologie jugendlicher Homosexuellen-Prostitution. Erstausgabe, Luchterhand, Darmstadt/Neuwied 1975 (Sammlung Luchterhand ; 188), ISBN 3-472-61188-X, Seite 200 (Zitiert nach Google Books).
  9. Norbert Klugmann: Rebenblut. Kriminalroman. 1. Auflage. Gmeiner-Verlag, Meßkirch 2011, ISBN 3-89977-613-5, Seite 140 (Zitiert nach Google Books).