obschon

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obschon (Deutsch)[Bearbeiten]

Subjunktion[Bearbeiten]

Worttrennung:

ob·schon

Aussprache:

IPA: [ɔpˈʃoːn]
Hörbeispiele: —
Reime: -oːn

Bedeutungen:

[1] gehoben: einräumende Subjunktion. Identische Bedeutung wie obwohl, allerdings sprachlich etwas gehobener.

Synonyme:

[1] obgleich, obwohl, obzwar, wenngleich, wenn auch, wiewohl

Beispiele:

[1] Obschon im Krieg der Adel dem gemeinen Mann vorgezogen wird, so kommen doch viel aus verächtlichem Stand zu hohen Ehren.[1]
[1] „Obschon sich die Bundesrepublik über Jahrzehnte zu einer stabilen Demokratie entwickelt hatte, zeigte sich angesichts des bevorstehenden Zusammenschlusses der beiden deutschen Staaten doch, wie tief noch immer die Angst vor der ‚deutschen Gefahr‘ saß und wie leicht sie sich instrumentalisieren ließ.“[2]

Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „obschon
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „obschon
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonobschon

Quellen:

  1. Simplicissimus von Grimmelshausen, 1. Buch, 17. Kapitel
  2. Andrea und Martin Schöb: Piefkes, Krauts und andere Deutsche. Was die Welt von uns hält. Bucher, München 2008, Seite 22. ISBN 978-3-7658-1615-3